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Heute lernen wir verschiedene Arten, jemanden nach seinem Namen zu fragen.
Jürgen Hoeren (H): Nimen hao. Sie hatten, als Sie die Währungseinheiten Kuai, Mao und Fen vorstellten, erwähnt, dass diese Währungseinheit Mao auch ein Familienname sei und wollten einmal generell etwas zu den chinesischen Namen sagen.
Wolfgang Baus (B): Beginnen wir doch mit der Frage nach dem Namen. Ich denke mir, dass der eine und andere Chinese, nachdem er herausgefunden hat, was für ein Landsmann Sie sind, auch wissen will, wie Sie heißen, und auch Sie werden diese Frage sicherlich hin und wieder stellen wollen. Name heißt mingzi.
H: Mingzi
B: Die Frage nach dem Namen lässt sich auf verschiedene Weise stellen, z.B. als Ni jiao shenme mingzi?, was wörtlich bedeutet Du rufst was für Namen?, d.h. rufen = jiao, was/was für = shenme, Name = mingzi, das Ganze also
Mu Gu (G): (langsam) Ni jiao shenme mingzi?
H: Ni jiao shenme mingzi?
B: Worauf ich antworten würde Wo jiao Wolf Baus. Und Gu laoshi....
G: Wo jiao Gu Mu. Und Sie, Herr Hoeren?
H: Wo jiao Jürgen Hören.
B: So korrekt und unmissverständlich diese Frage ist, gilt sie doch nicht als besonders elegant und höflich, und da Höflichkeit in China wieder zunehmend gefragt ist und nicht mehr als Ausdruck bourgeoiser Gesinnung empfunden wird, empfehlen wir Ihnen, wenn Sie mit Personen zu tun haben, von denen Sie wissen oder vermuten, dass sie sozial mit Ihnen auf einer Ebene, wenn nicht gar höher stehen, Menschen also, denen gegenüber Sie nicht einen unangemessen vertraulichen Ton anschlagen möchten, das distanziertere nin statt ni zu verwenden und dann die Floskel Nin gui xing.
Da gui "teuer" heißt und xing "Familienname", entspricht dieses
G: Nin gui xing
B: etwa unserem Ihr werter Name?, nur klingt es nicht so antiquiert. Wenn Sie nun bitte Frau Gu nach Ihrem Familiennamen fragen?
H: Nin gui xing?
G: Wo xing Gu.
H: Zai jian!
Letzte Änderung am: 17.09.2007, 13.47 Uhr