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Heute vertiefen wir die chinesischen Währungseinheiten und erfahren, warum ein Schein, der umgerechnet zehn Euro entspricht, in China der größte Geldschein ist.
Mu Gu (G): Sie hatten gefragt, Hoeren xiansheng, warum der Hundert-Yuan-Schein, der doch nur zehn Euro entspricht, der größte Geldschein ist. Bedenken Sie: Den Hundert-Yuan-Schein gibt es auch erst seit 1988. Bis dahin war der Zehn-Yuan-Schein die höchste Banknote! Menschen, die heute über tausend Yuan verdienen, verdienten in den 70-er, Anfang der 80-er Jahre vielleicht sechzig Yuan im Monat.
Wolfgang Baus (B): Und bedenken Sie auch: Wer heute 1500 Yuan verdient, hat ja nicht mehr als 15 dieser Hundert-Yuan-Scheine in der Hand. Ich glaube aber, dass noch ein anderer Gedanke mitwirkt, keine größeren Scheine zu drucken: Die Chinesen haben - wie die Deutschen nach dem 1.Weltkrieg - vor der Einführung der Volkswährung Anfang der 50er Jahre viele Jahre einer schrecklichen Inflation durchlebt, in der Banknoten im Nennwert von zigtausend Yuan im Umlauf waren. Vielleicht könnten so große Scheine immer noch an ein Trauma rühren.
Jürgen Hoeren (H): Ich muss mir also drei Währungseinheiten merken: Yuan, Jiao und Fen.
G: Yuan, Jiao und Fen
B: Verwirrenderweise werden die Wörter yuan und jiao bei den üblichen alltäglichen Transaktionen kaum verwendet. Für yuan hören Sie meist kuai und für jiao praktisch immer mao. Trotzdem meine ich, Sie sollten jiao und yuan hier einmal gehört haben, weil vor allem vom yuan in der China-Literatur immer die Rede ist, aber merken müssen Sie sich Kuai, Mao und - nicht ganz so wichtig, weil es ein so minimaler Betrag ist, dass er z. B. in Peking kaum noch im Umlauf ist - Fen.
G: Noch einmal: Kuai (4.Ton) statt Yuan und Mao(2.Ton) statt Jiao.
H: Also drei Währungseinheiten: Kuai, Mao und Fen.
M & B: Zai jian !
Letzte Änderung am: 17.09.2007, 13.47 Uhr