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Heute lernen wir, dass Zahlen offenbar immer zu schnell gesprochen werden - ob im Chinesischen oder im Deutschen. Und wir erfahren, dass wir fast schon die Wochentage im Chinesischen kennen, nachdem wir zählen gelernt haben.
Wolfgang Baus (B): Nimen hao. Die Zahlen von 1-100, von yi bis yibai, haben wir Ihnen vorgestellt. Nach demselben Schema würde man nun weiterzählen, also erbai, sanbai etc.
457 wäre dann 4 x 100 + 5 x 10 + 7
Mu Gu (G): (langsam) sibaiwushiqi
Jürgen Hoeren (H): Das klingt doch ziemlich gewöhnungsbedürftig.
G: (normale Sprechgeschwindigkeit) sibaiwushiqi
H: Und viel zu schnell!
G: Aber ich sage Ihnen: Auch wenn Deutsche Zahlen sprechen, klingt das viel zu schnell.
B: 457! In jeder Fremdsprache kommen einem gerade die Zahlen immer besonders schnell gesprochen vor.
G: Und bedenken Sie, wie wenig plausibel das Deutsche im Vergleich zum Chinesischen dabei ist: diese 7 vor der 50. Warum die kleinere vor der größeren Zahl?
H: Stimmt, das war mir noch gar nicht aufgefallen.
B: Ein erfreulicher Kollateralgewinn der Beschäftigung mit einer so fremden Sprache: Dass einem das Deutsche im Kontrast zum Chinesischen so neu und spannend wird!
G: Wenn wir schon bei den Zahlen sind, sollten wir nicht gleich auch Wochentage und Monate einführen, wo wir auch nur von eins bis sechs bzw. zwölf zu zählen brauchen?
B: Wir benötigen nur die Vokabel für Woche, um sechs der sieben Wochentage benennen zu können. Woche heißt:
G: Xingqi.
B: Dabei wird qi genau so ausgesprochen wie sieben/qi und heißt Frist. Xing, ebenfalls im 1.Ton, ist der Stern, die Woche also eine Sternenfrist. Nun zählen die Chinesen die Wochentage einfach durch; Montag ist dann
G: Xingqiyi, also Woche-eins
B: Dienstag
H: Xingqi´er
B: Richtig, dui! Sie werden keine Schwierigkeit haben herauszufinden, wie es weitergeht. Aber für heute: Shijian dao le – Zai jian!
Letzte Änderung am: 17.09.2007, 13.47 Uhr