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Heute lernen wir den ersten vollständigen Satz und fragen uns, ob die Konjugation von Verben eigentlich notwendig ist. Doch auch im Chinesischen unverzichtbar sind die Personalpronomina.
Jürgen Hoeren (H): Ni hao, Gu laoshi, Baus xiansheng
Wolfgang Baus (B): Wir haben bisher die Begrüßung gelernt
Mu Gu (G): Ni hao!
B : die Verabschiedung…
G: Zai jian
B: Sowie die Ankündigung, dass man einander morgen wiedersehen werde...
G: Mingtian jian!
B: Alles waren - wie ihre deutschen Entsprechungen - verkürzte Sätze. Befassen wir uns nun heute mit einfachen, vollständigen Sätzen nach dem simplen Schema A ist B, wie wir sie z.B. in der Vorstellung oder Selbstvorstellung brauchen können.
H: Vielleicht mal ganz konkret: Was heißt denn Ich bin Jürgen Hoeren?
G: Wo shi Jürgen Hoeren.
B: Hier steht jedes chinesische Wort genau an der Stelle, wo seine deutsche Entsprechung stehen würde. Wo heißt ich, shi heißt sein, in diesem Fall also bin und dann folgt der Name. Dabei ändert das sein zuvorkommenderweise nicht seine Form, es wird nicht konjugiert, der Chinese sagt quasi: ich sein, du sein, er sein, sie sein, wir sein, ihr sein, sie sein, was manchem vielleicht ein wenig primitiv klingen mag...
G: Was heißt primitiv? Reicht es zur Verständigung nicht völlig aus? Wo ist denn der Gewinn im Deutschen, wenn ich sage ich bin, du bist, er ist etc., das ist doch völlig überflüssig. Im Chinesischen macht man nur da Unterschiede, wo sie fürs Verständnis nötig sind.
B: Unverzichtbar aber auch hier die Kenntnis der Personalpronomina. Sie lauten: ich
G: Wo, 3.Ton
B: Du bzw. Sie in der Anrede
G: Ni , 3.Ton
B: Er und sie heißen beide
G: Ta, 1.Ton
B: Wir
G: Women, wo im 1., men ohne Ton
B: Ihr
G: Nimen, ni im 3., men ohne Ton und schließlich
B: Sie
G: Tamen, ta im 1., men ohne Ton. Vielleicht sprechen Sie die Personalpronomina noch einmal nach?
M&H abwechselnd: Wo, ni, ta, women, nimen, tamen.
Letzte Änderung am: 17.09.2007, 13.47 Uhr