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SWR2 extra: Frédéric Chopin Eine Gestalt voller Widersprüche

SWR2 Programmschwerpunkt zum 200. Geburtstag von Frédéric Chopin vom 22. Februar bis 1. März 2010

Frédéric Chopin in einem Porträt von Eugene Delacroix, im Panoramaformat kombiniert mit dem Foto eines Chopin-Flügels von Pleyel, sowie einer Büste von Frédéric Chopin

Kaum ein Komponistenleben des 19. Jahrhunderts ist so vielfältig dokumentiert wie das von Frédéric Chopin. Dennoch bleibt seine Gestalt vage und flüchtig wie seine Musik, und auch voller Widersprüche. Seine Krankheit prägte sein kurzes Leben - Chopin wurde 39 Jahre alt. Das genaue Datum seiner Geburt war lange Zeit unklar. Ältere Biographien geben den 22. Februar 1810 an, viele Quellen sprechen allerdings für den 1. März. SWR2 nimmt diese Tage als Eckpunkte für sein SWR2 extra: Frédéric Chopin mit Musikstunden, Gesprächen und natürlich vielen seiner Werke.


Pleyel-Flügel mit Manuskript der "Berceuse", op. 57. SWR2 Essay SWR2 Essay: Chopins Tanzpoeme

Chopins Klavierwalzer sind, wie Robert Schumann schreibt, "nicht Tänze des Körpers, sondern der Seele". Barbara Kiems Essay über Chopins Tanzpoeme steht als Manuskript zum Nachlesen online. [mehr zu: SWR2 Essay: Chopins Tanzpoeme]

Das Musikstück der Woche zum Herunterladen Zwei Nocturnes Op. 27 zum Herunterladen.

Frédéric Chopin erreicht mit seinen zwei Nocturnes Opus 27 den Höhepunkt dieser musikalischen Gattung. Die beiden Stücke, gespielt von Bernd Glemser, können online angehört werden. [mehr zu: Zwei Nocturnes Op. 27 zum Herunterladen.]

Chopin im Salon des Fürsten Radziwill SWR2 am Morgen vom 22. bis 26.2.2010 Chopin-Briefe

Von seinen Reisen nach Berlin, Wien, Prag und anderen Orten sowie aus seiner Wahlheimat Paris schrieb Frédéric Chopin Briefe an seine Familie und an Freunde. Karl-Rudolf Menke liest fünf dieser Briefe in SWR2 am Morgen. [mehr zu: Chopin-Briefe]



Letzte Änderung am: 26.02.2010, 13.28 Uhr



SWR2 extra: Frédéric Chopin"Von Schmerzen durchwühlte Seele"

Programmschwerpunkt zum 200. Geburtstag von Frédéric Chopin

»Bei Chopin vergesse ich ganz die Meisterschaft des Klavierspiels, und versinke in die süßen Abgründe seiner Musik, in die schmerzliche Lieblichkeit seiner ebenso tiefen wie zarten Schöpfungen«, schwärmte Heinrich Heine.

Chopin im Salon des Fürsten Radziwill

Chopin im Salon des Fürsten Radziwill

Viel Schönes ist über Frédéric Chopin gesagt worden, von Künstlerfreunden wie Franz Liszt, Heinrich Heine und Eugène Delacroix, von Bewunderern wie Hector Berlioz, Robert Schumann und Felix Mendelssohn Bartholdy, von seiner Familie, natürlich von seiner Geliebten, der Schriftstellerin George Sand, nicht zu vergessen die Nachwelt, die ihm bereitwillig Kränze flocht. Kaum ein Komponistenleben des 19. Jahrhunderts ist durch Aussagen von Zeitgenossen, aber auch durch eigene Briefe so vielfältig dokumentiert wie das von Frédéric Chopin.

Ein Mensch voller Widersprüche

Dennoch bleibt seine Gestalt vage, irgendwie traumverhangen und flüchtig wie seine Musik. Und ebenso voller Widersprüche. Während seine Freunde Chopins vornehme Gelassenheit preisen, berichten seine Schüler über furchterregende Anfälle von Jähzorn. Neigten seine Gefühle offenbar zur Exzentrik, so verweigerte ihm seine kränkliche körperliche Konstitution die Teilnahme am normalen Leben. Dieses, einschließlich seiner künstlerischen Existenz, spielte sich fast ausschließlich außerhalb der Öffentlichkeit, im privaten Raum ab.

Von Krankheit bestimmtes Leben

Begnadeter Pianist, der er war, mied er große Konzertsäle und zog sich stattdessen in die Pariser Salons zurück. Seine Krankheit gab den Takt seines Lebens vor, dessen schweres Ende Franz Liszt verklärend so kommentierte: »Chopin erlosch, indem er sich allmählich in seiner eigenen Glut verzehrte. Er war ein Dichter mit einer von Geheimnissen erfüllten und von Schmerzen durchwühlten Seele.« Chopin wurde 39 Jahre alt.

Erstaunlicherweise war das genaue Datum seiner Geburt lange Zeit unklar. Ältere Biographien geben den 22. Februar 1810 an, viele Quellen sprechen allerdings für den 1. März, auf den man sich neuerdings geeinigt hat. SWR2 nimmt diese Tage als Eckpunkte für sein SWR2 extra: Frédéric Chopin.

Marlene Weber-Schäfer

Letzte Änderung am: 26.02.2010, 13.28 Uhr



SWR2 extra: Frédéric ChopinSendungen

SWR2 extra: Frédéric Chopin Montag, 22. Februar 2010

Musikstunde: Chopins Klaviermusik; Treffpunkt Klassik: Etuden; Mittagskonzert mit Chopins Violoncellosonate als Musikstück der Woche; Abendkonzert: 40 Jahre Schwetzinger Festpiele [mehr zu: Montag, 22. Februar 2010]

SWR2 extra: Frédéric Chopin Dienstag, 23. Februar 2010

Musikstunde: Chopins Klaviermusik; Treffpunkt Klassik: Chopins Walzer; Klassiker: Meilensteine der Chopin-Interpretation [mehr zu: Dienstag, 23. Februar 2010]

SWR2 extra: Frédéric Chopin Mittwoch, 24. Februar 2010

Musikstunde: Chopins Klaviermusik; Treffpunkt Klassik: Chopins Mazurkas & Polonaisen; Musik kommentiert: Chopins 24 Préludes für Klavier op. 28 [mehr zu: Mittwoch, 24. Februar 2010]

SWR2 extra: Frédéric Chopin Donnerstag, 25. Februar 2010

Musikstunde: Chopins Klaviermusik; Treffpunkt Klassik: Impromptus; Thema Musik: George Sand [mehr zu: Donnerstag, 25. Februar 2010]

SWR2 extra: Frédéric Chopin Freitag, 26. Februar 2010

Musikstunde: Chopins Klaviermusik; Treffpunkt Klassik: Scherzi [mehr zu: Freitag, 26. Februar 2010]

SWR2 extra: Frédéric Chopin Sonntag, 28. Februar 2010

Zur Person: Frédéric Chopin; Hörspiel am Sonntag: Sommer in Nohant [mehr zu: Sonntag, 28. Februar 2010]

SWR2 extra: Frédéric Chopin Montag, 1. März 2010

ARD Nachtkonzert: 200. Geburtsnacht Frédéric Chopins; Treffpunkt Klassik: Balladen; Mittagskonzert mit 2 Nocturnes für Klavier op. 27 als Musikstück der Woche; Abendkonzert live: Geburtstags-Gala mit Yundi Li und Martha Argerich; Essay über Chopins Walzer [mehr zu: Montag, 1. März 2010]

Letzte Änderung am: 26.02.2010, 13.28 Uhr



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