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Auszeichnung für "Die 50 Skulpturen des Institut fuer Feinmotorik". Sendungen in SWR2 am 21. Oktober und 8. November.
Mark Brüderle, Daniel van den Eijkel, Tim Elzer, Marc Matter und Florian Meyer
Die 50 Skulpturen des Institut fuer Feinmotorik (2011)
Dauer: 46’26 Minuten
Realisation: Institut fuer Feinmotorik und Tim Elzer
Dramaturgie: Frank Halbig
Produktion: SWR 2011
Die Künstlergruppe Institut fuer Feinmotorik (Mark Brüderle, Daniel van den Eijkel, Tim Elzer, Marc Matter, Florian Meyer) erhält den vom Südwestrundfunk (SWR) gestifteten Karl-Sczuka-Preis 2011 für Hörspiel als Radiokunst. Sie wird für das Radiostück „Die 50 Skulpturen des Institut fuer Feinmotorik“, eine Produktion des SWR, ausgezeichnet, das aus einer am 17.1.2011 gesendeten SWR-Veranstaltung zu „Art’s Birthday 2011“ hervorgegangen ist.
Die Auszeichnung ist mit einem Preisgeld von 12.500 Euro verbunden. Der diesjährige Karl-Sczuka-Förderpreis in Höhe von 5.000 Euro wird an die Kölner Autorin und Regisseurin Ulrike Janssen für ihre Produktion „vogelherdrecherche“ vergeben, die am 29.3.2011 vom Deutschlandfunk urgesendet wurde.
SWR2 sendet das preisgekrönte Werk und Ausschnitte der Verleihung des Karl-Sczuka-Preises 2011 im "SWR2 Hörspiel-Studio" am 21. Oktober, ab 22.03 Uhr. Unter dem Titel "Das Hörspiel vom Hörspiel" sind am 8. November um 22.03 Uhr in SWR2 Ausschnitte weiterer Werke aus dem diesjährigen Wettbewerb um den Karl-Sczuka-Preis zu hören, die Jurymitglied Margarete Zander präsentieren wird.
Der Karl-Sczuka-Preis gilt als international bedeutende Auszeichnung für avancierte Werke der Radiokunst. Er wird jährlich an die „beste Produktion eines Hörwerks, das in akustischen Spielformen musikalische Materialien und Strukturen benutzt“, verliehen. In diesem Jahr wurden 80 Wettbewerbsbeiträge aus sieben Ländern eingereicht, davon 46 Produktionen der ARD und vom Deutschlandradio. Sechs Produktionen stammen von ausländischen Rundfunkanstalten, 25 von freien Autoren. Die Preisverleihung fand am 15. Oktober als öffentliche Veranstaltung im Rahmen der Donaueschinger Musiktage 2011 statt.
Die 100 Bewerberinnen und Bewerber kamen aus Argentinien, Australien, Deutschland, England, Frankreich, Griechenland, Irland, Italien, dem Iran, Kanada, Kroatien, Mexiko, Österreich, Portugal, Serbien, der Schweiz, Slowenien, Spanien; Taiwan, der Türkei und den Vereinigten Staaten von Amerika.
Über die Zuerkennung der Preise hat am Donnerstag, 14. Juli, in Baden-Baden eine unabhängige Jury entschieden. Mitglieder waren die Publizistin, Literaturwissenschaftlerin und ehemalige Kulturstaatsministerin Christina Weiss (Vorsitz), der Schriftsteller Marcel Beyer, der Literaturwissenschaftler Michael Grote, der Komponist Helmut Oehring sowie die Journalistin und Musikwissenschaftlerin Margarete Zander. In ihrer Begründung schreibt die Jury:
"Die 50 Skulpturen des Institut fuer Feinmotorik‘ haben die diesjährige Jury des Karl-Sczuka-Preises durch ihre konkrete sinnliche Klanglichkeit ebenso überzeugt wie durch ihre radikale Konsequenz. Seit 1997 reizt das fünfköpfige Künstlerkollektiv ‚Institut für Feinmotorik‘ in experimentellen Performances die Möglichkeiten seiner Medien aus - in der Arbeit mit DJ-Mischpulten und präparierten Plattenspielern, auf denen nicht Schallplatten, sondern Alltagsmaterialien wie Gummibänder, Büroklammern und Klebeetiketten abgetastet werden. Aus dieser mutigen Reduktion der radiophonen Mittel entsteht ein Aggregat in Klang geformter Körper von rätselhafter Archaik."
Letzte Änderung am: 14.07.2011, 15.53 Uhr