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Sonntag, 10. Juni 2012
SCHWETZINGER MATINEEN - INTERNATIONALE PREISTRÄGER
Khatia Buniatishvili Klavier
Franz Liszt (1811 – 1886)
Sonate h-Moll R 21
Franz Liszt
»Erster Mephisto-Walzer. Der Tanz in der Dorfschenke« für
Klavier A-Dur R 181
Wolfgang Rihm (geb. 1952)
»Zwei kleine Schwingungen«
Frédéric Chopin (1810 – 1849)
Scherzo Nr. 1 h-Moll op. 20
Scherzo Nr. 3 cis-Moll op. 39
Igor Strawinsky (1882 – 1971)
»Trois mouvements de Pétrouchka«
Bereits sehr frühzeitig wurde die außergewöhnliche Begabung der 1987 in Georgien geborenen Pianistin Khatia Buniatishvili erkannt und gefördert. So debütierte sie sechsjährig als Solistin mit Orchester und folgte im Alter von zehn Jahren ersten Einladungen zu Gastspielen in die Schweiz, nach Holland, Frankreich, Deutschland, Belgien, Italien, Österreich, Russland, Israel und in die USA. Während des Studiums am Konservatorium in Tiflis gewann sie u.a. 2003 den Spezialpreis des Horowitz-Wettbewerbs in Kiew. Beim Klavierwettbewerb in Tiflis 2003 machte sie die Bekanntschaft von Oleg Maisenberg, der sie zum Wechsel an die Wiener Musikhochschule bewegte. Beim Arthur Rubinstein-Wettbewerb 2008 in Israel gewann sie den dritten Preis sowie die Auszeichnungen »Best Performer of a Chopin Piece« und den Publikumspreis. Ein Jahr später gab sie beim Klavier-Festival Ruhr ihr fulminantes Debüt, als sie für die erkrankte Hélène Grimaud einsprang. Auftritte in vielen weiteren bedeutenden Konzertsälen Europas, Asiens und Amerikas schlossen sich an.
Das warme, elegisch pointierte Spiel von Khatia Buniatishvili mag eine Nähe zur georgischen Volksmusik aufweisen, der Buniatishvili tatsächlich ein hohes Maß an musikalischem Einfluss zugesteht. Das Klavier sei »das schwärzeste Instrument« und »ein Symbol musikalischer Einsamkeit«, betont sie, woran man sich selbst als Pianistin erst gewöhnen müsse.
Letzte Änderung am: 04.11.2011, 17.06 Uhr