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Montag, 28. Mai 2012
SONDERKONZERT
Julia Fischer Violine
Alexander Sitkovetsky Violine
Nils Mönkemeyer Viola
Benjamin Nyffenegger Violoncello
Joseph Haydn (1732 – 1809)
Streichquartett F-Dur op. 77 Nr. 2 Hob. III Nr. 82
Felix Mendelssohn Bartholdy (1809 – 1847)
Streichquartett Nr. 4 e-Moll op. 44 Nr. 2
Franz Schubert (1797 – 1828)
Streichquartett d-Moll D 810, »Der Tod und das Mädchen«
Wenn sich vier Solisten von Rang zum Streichquartett zusammenschließen, dann ist es weniger das blinde Vertrauen, das völlig Aufeinander-Eingestelltsein, das ihre gemeinsamen Interpretationen so interessant macht, sondern es sind gerade die individuellen Impulse, das Profilierte im Miteinander, das im besten Fall neue, spannende Deutungen ergibt.
Julia Fischer hat nicht nur seit Kindertagen mit ihrem stupenden geigerischen Können die Konzertsäle und Plattenregale dieser Welt bereichert, sondern war auch als Pädagogin früh gereift – und unterrichtete souverän Studierende, die teilweise älter waren als sie. Nun ist sie als Professorin an ihre eigene Ausbildungsstätte, die Münchner Musikhochschule, zurückgekehrt.
Alexander Sitkovetsky wurde in Moskau in eine berühmte Musikerfamilie hineingeboren und debütierte achtjährig. Ausgebildet und nachhaltig gefördert von Yehudi Menuhin, stieg er in rasantem Tempo in die Höhen der internationalen Geiger-Elite auf. Ob als Solist vor den großen europäischen Orchestern oder als Kammermusiker mit renommierten Partnern, Sitkovetsky führt die musikalische Familientradition glanzvoll fort.
Nicht nur wenn Nils Mönkemeyer seine Bratsche auspackt, ist das Publikum hingerissen; es liebt ihn auch wegen seiner unprätentiösen, frischen und originellen Art, über Musik zu kommunizieren – ideale Voraussetzungen für einen passionierten Kammermusiker. Und dass er seinem Instrument eine so nuancenreiche Palette an Klangfarben zu entlocken vermag, umschrieb ein Kritiker kurz und treffend mit einem einzigen Wort: »großartig«.
Benjamin Nyffenegger schloss 2005 sein Cello-Studium in Zürich mit Auszeichnung ab und machte als Preisträger diverser nationaler wie internationaler Wettbewerbe auf sich aufmerksam. 2008 wurde er Stellvertretender Solocellist des Tonhalle Orchesters Zürich, dessen Chefdirigent David Zinman ihn schon während seiner Ausbildung gefördert hatte. Mit Julia Fischer verbindet Nyffenegger eine intensive kammermusikalische Zusammenarbeit.
Letzte Änderung am: 04.11.2011, 16.36 Uhr