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Orchestermusik der Jahrhunderte Andrea-Lauren Brown, Sopran / Sophie Harmsen, Mezzosopran / Markus Schäfer, Tenor / Thomas Bauer, Bass / Harry van der Kamp, Bass / Anima Eterna / Collegium Vocale Gent / Jos van Immerseel, Leitung

Freitag, 25. Mai 2012

Ort:
Speyer, Gedächtniskirche
Beginn:
20.00 Uhr

ORCHESTERMUSIK DER JAHRHUNDERTE


Andrea-Lauren Brown Sopran
Sophie Harmsen Mezzosopran
Markus Schäfer Tenor
Thomas E. Bauer Bass
Harry van der Kamp Bass
Anima Eterna
Collegium Vocale Gent
Jos van Immerseel Leitung


Wolfgang Amadeus Mozart (1756 – 1791)
»Wo bin ich, bitterer Schmerz?«, Kantate zum Heiligen Grab
Christi für Soli, Chor und Orchester KV 42 (35a)

Wolfgang Amadeus Mozart
Requiem für Soli, Chor und Orchester d-Moll KV 626

Der Belgier Jos van Immerseel wirkte in den vergangenen 30 Jahren seiner vielseitigen Karriere als Ensembleleiter und Spieler von Clavierinstrumenten auf rund 100 CDs mit Repertoire vom Barock bis zum Impressionismus mit. Er besitzt eine der größten Privatsammlungen historischer Tasteninstrumente, so dass er zu jedem Konzert das passende Instrument mitbringen kann. Neben seiner regen Konzerttätigkeit bildet das Unterrichten von Meisterklassen und Seminaren sowie die Beratung von CD-Labels für historische Aufführungspraxis einen wichtigen Schwerpunkt seiner künstlerischen Arbeit. Seine musikalische Kompetenz beweist er auch in der Auswahl exzellenter Solisten, die er zu seinen Projekten einlädt – so auch bei diesem Schwetzinger Programm.

Seit seiner Gründung 1985 hat das Ensemble Anima Eterna viele Stufen der Wandlung durchlaufen. Zunächst brachte Jos van Immerseel sechs Streicher zusammen, um Bach-Werke aufzuführen. Zwei Jahre später war aus dieser Formation ein Barockensemble von 17 Musikern erwachsen, das sich bald auch auf die Klassik konzentrierte. In den 1990er Jahren war ein kleines Sinfonieorchester entstanden, das Beethoven, Rossini und Gade auf historischen Instrumenten aufführte, und mittlerweile hat sich Anima Eterna zu Johann Strauß Sohn, Tschaikowsky und Poulenc vorgearbeitet. Das Ensemble spielte Dutzende CDs ein, die mit renommierten Schallplattenpreisen ausgezeichnet wurden, produzierte drei TV-Filme und vernachlässigt auch die Oper nicht. Die Kombination von historischer Aufführungspraxis, gründlicher Suche nach passenden Instrumenten und profunder musikwissenschaftlicher Forschung machen die Besonderheit des flämischen Klangkörpers aus.

Das Collegium Vocale Gent, 1970 von Philippe Herreweghe gegründet, ist eines der bekanntesten Ensembles auf dem Feld der historischen Aufführungspraxis. Gemeinsam haben sie mehr als 75 CDs eingespielt – inzwischen bei ihrem eigenen Label »ϕ« (»Phi«), was ihnen absolute künstlerische Kompromisslosigkeit erlaubt. Die Sänger sind extrem flexibel und interpretieren ein breites Repertoire aus unterschiedlichsten Stilperioden; jedes Ensemblemitglied übernimmt dabei je nach Bedarf Aufgaben als Solist und als Chorist. Das Ergebnis ist ein wunderbar transparenter Klang, der die musikalischen Strukturen der Werke freilegt.

Letzte Änderung am: 04.11.2011, 16.23 Uhr