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Samstag, 19. Mai 2012
»Melos und Klangraum« - Der Komponist Aribert Reimann IV
Mojca Erdmann Sopran
Axel Bauni Klavier
Jörg Widmann Klarinette
Andrea Lieberknecht Flöte
Hartmut Rohde Viola
Joaquín Riquelme García Viola
Jana Boušková Harfe
Aribert Reimann (geb. 1936)
»... ni una sombra«, Trio für Sopran, Klarinette und Klavier nach
einem Gedicht von Friedrich Rückert und Worten von Antonio Porchia
Claude Debussy (1862 – 1918)
»Sonate en trio« für Flöte, Viola und Harfe L 137
Aribert Reimann
»Solo« für Klarinette
Aribert Reimann
»Solo« für Viola
Robert Schumann (1810 – 1856)
»Fantasiestücke« op. 73, für Flöte, Klarinette, zwei Violen und
Harfe bearbeitet von Aribert Reimann
Aribert Reimann
»Ollea«, Liederzyklus für Sopran solo nach vier Gedichten von Heinrich Heine
Die aus Hamburg stammende Sopranistin Mojca Erdmann gewann 2002 im Bundeswettbewerb Gesang den ersten Preis und den Sonderpreis für die Interpretation zeitgenössischer Musik. Schon während ihres Studiums bei Hans Sotin und Ingrid Figur wurde sie Ensemblemitglied der Komischen Oper Berlin. Inzwischen tritt sie weltweit an den führenden Opernhäusern auf und feierte u.a. 2009 große Erfolge bei den Schwetzinger SWR Festspielen als »Proserpina« in Wolfgang Rihms gleichnamiger Oper sowie ein Jahr später bei den Salzburger Festspielen, wo sie in Rihms »Dionysos« überzeugte. Auch als Konzert- und Liedsängerin konnte sich Mojca Erdmann profilieren, so etwa in Jonathan Notts Einspielung der vierten Sinfonie von Gustav Mahler. 2011 erschien ihre Arien-CD mit dem Titel »Mostly Mozart«.
Axel Bauni studierte Klavier und Liedinterpretation an den Hochschulen Mannheim-Heidelberg sowie in Berlin bei Dietrich Fischer-Dieskau und Aribert Reimann. Seit 2003 leitet er an der Universität der Künste Berlin eine Interpretationsklasse »Zeitgenössisches Lied« und daneben zahlreiche Meisterkurse. Bauni wirkt weltweit als begehrter Liedbegleiter und initiierte viele Einspielungen von Liedern zeitgenössischer Komponisten. Die Berliner Liedklassen Reimanns und Baunis, aus denen inzwischen Dutzende Sängerinnen und Sänger der internationalen Szene hervorgegangen sind, haben wesentlich dazu beigetragen, das Interesse an dieser im Konzertleben oft vernachlässigten Gattung wachzuhalten und junge Komponisten immer wieder zur Komposition von Liedern anzuregen.
Jörg Widmann war Kompositionsschüler u.a. von Hans Werner Henze, Wilfried Hiller und Wolfgang Rihm; eine langjährige Zusammenarbeit verbindet ihn mit Aribert Reimann. Als Klarinettist wurde er an der Münchner Musikhochschule sowie an der Juilliard School in New York bei Charles Neidich ausgebildet. Inzwischen ist er selbst Professor für Komposition und Klarinette an der Freiburger Musikhochschule. Widmann, der zu den interessantesten deutschen Komponisten zählt, hat stets auch seine Tätigkeit als Instrumentalist gepflegt, im klassischen wie im modernen Repertoire. Er komponierte eine Oper, Konzertwerke und Kammermusik und brachte außerdem Musik anderer Komponisten zur Uraufführung. Seit 2007 ist er, mit zahlreichen hochkarätigen Auszeichnungen bedacht, Mitglied der Deutschen Akademie der darstellenden Künste.
Die Flötistin Andrea Lieberknecht gewann die Flötenwettbewerbe des »Prager Frühlings« 1991 sowie 1993 im japanischen Kobe. Auch beim renommierten ARD-Wettbewerb in München war sie erfolgreich. Als Orchestermusikerin wirkte sie im Rundfunkorchester München und beim WDR-Sinfonieorchester in Köln; seit 2002 lehrt sie an der Musikhochschule Hannover, neuerdings in München. Andrea Lieberknecht ist Mitglied des Arcis Bläserquintetts und spielt im Duo mit ihrem Klavierpartner Jan Philip Schulze. Als Solistin und Dozentin bei Meisterkursen wird sie weltweit verpflichtet.
Der Bratschist Hartmut Rohde war 1991 in seinem Fach beim Deutschen Musikwettbewerb und beim Naumburg Competition in New York erfolgreich. Seit 1993 ist er Professor an der Universität der Künste Berlin; daneben konzertiert er als Solist mit Orchester sowie als Kammermusiker in Europa und Übersee. Er ist Mitbegründer des Mozart Piano Quartet und Juror bei diversen Wettbewerben sowie Künstlerischer Leiter des Max-Rostal-Wettbewerbs für Violine und Viola in Berlin. Zahlreiche CD-Aufnahmen belegen seinen interpretatorischen Rang, wofür er auch mit dem Echo Klassik-Preis ausgezeichnet wurde.
Schon als Achtjähriger entschied sich Joaquín Riquelme García für die Bratsche als »sein« Instrument; später beendete er seine Ausbildung in Madrid mit Auszeichnung. Es folgte ein Aufbaustudium an der Berliner Universität der Künste bei Hartmut Rohde, das er mit dem Konzertexamen abschloss. Als Orchestermusiker wirkte er beim Orquesta Simfónica in Barcelona und bei den Berliner Philharmonikern, er tritt aber auch als Solist und Kammermusiker auf.
Die tschechische Harfenistin Jana Boušková ist seit 2005 Solo-Harfenistin der Tschechischen Philharmonie in Prag. Außerdem wirkt sie als Professorin an den Konservatorien in Brüssel und Prag. Sie gibt weltweit Meisterkurse, ist als Kammermusikerin aktiv und konzertiert mit vielen Orchestern bei Festivals in Europa und Übersee. Ihre umfangreiche Tätigkeit als Solistin inspirierte zeitgenössische Komponisten auch zur Entstehung neuer Werke, die sie uraufführte, darunter ein Quadrupelkonzert für Flöte, Violine, Viola, Harfe und Orchester des israelischen Komponisten Benjamin Yusupov.
Letzte Änderung am: 04.11.2011, 13.55 Uhr