Navigation

Volltextsuche

Seite vorlesen:

Sonderkonzert Trio Zimmermann

Sonntag, 29. April 2012

Ort:
Mozartsaal
Beginn:
19.00 Uhr

Trio Zimmermann


Frank Peter Zimmermann Violine
Antoine Tamestit Viola
Christian Poltéra Violoncello


Ludwig van Beethoven (1770 – 1827)
Streichtrio D-Dur op. 9 Nr. 2
Streichtrio c-Moll op. 9 Nr. 3

Ludwig van Beethoven
Streichtrio G-Dur op. 9 Nr. 1

Das Streichtrio hat es schwer. Im Gegensatz zum Streichquartett oder zum Klaviertrio haben Kompositionen für die Besetzung Violine, Viola und Violoncello nicht jenen festen Gattungsbegriff geschaffen, den die großen Kammermusikkomponisten der klassisch-romantischen Ära als produktive Herausforderung verstanden hätten. Einfacher gesagt: Es gibt nicht genug bedeutende Kompositionen für Streichtrio. Das hat Folgen für die Ensembles. Als Streichtrio kann man nicht auf Tournee gehen. Vermutlich kann man nicht einmal seine Miete zahlen. Einerseits. Andererseits sind zwischen Wolfgang Amadeus Mozarts Divertimento KV 563 und Max Regers Trios op. 77b und op. 141b oder Arnold Schönbergs alterswildem op. 45 einige Gipfelwerke der Literatur entstanden, die man immer wieder hören will. Und bekanntlich genügt es nicht, rasch mal ein paar Virtuosen zusammenzuwürfeln, damit gute Kammermusik herauskommt.

Was tun? Der Geiger Frank Peter Zimmermann hat eine geradezu salomonische Lösung gefunden: Er hat das Trio Zimmermann gegründet und dazu zwei seiner renommiertesten Kollegen eingeladen, den Bratschisten Antoine Tamestit und den Cellisten Christian Poltéra. Das Trio Zimmermann spielt regelmäßig zusammen und kann so die Kultur des Miteinanders entwickeln, die in der Kammermusik wie in jeder guten Ehe eben ihre Zeit braucht. Andererseits sind die drei Musiker als allesamt vorzügliche Solisten auch sonst viel beschäftigt. So kommt das Schwetzinger Publikum in den Genuss dreier fast nie zu hörender Jugendwerke Ludwig van Beethovens, der Streichtrios op. 9, in einer Aufführung durch drei Meisterstreicher.

Letzte Änderung am: 04.11.2011, 11.41 Uhr