Die Kaiserstadt Speyer ist seit Jahrzehnten Partner der Schwetzinger SWR Festspiele. Im 1000-jährigen Kaiserdom, einem der größten und bedeutendsten romanischen Bauwerke Deutschlands und seit 1981 Weltkulturerbe der UNESCO, fanden die Festspiele nicht nur ein rheinlandpfälzisches Domizil, sondern auch einen faszinierenden spirituellen Ort für Aufführungen großartiger Sakralmusik. Im Jubiläumsjahr – 2012 feiert das Festival sein 60-jähriges Bestehen – gibt es geistliche Vokalkonzerte auch in zwei weiteren Speyerer Kirchen: Die neugotische Gedächtniskirche erinnert an die Protestation im Reichstag zu Speyer, als 1529 Anhänger Martin Luthers für den evangelischen Glauben und gegen die Verhängung der Reichsacht gegen Luther protestierten. Die Dreifaltigkeitskirche gilt als herausragende Leistung evangelischer Kirchenbaukunst und als Juwel des Barock.
Den Auftakt zu den Speyerer Konzerten gibt das SWR Vokalensemble Stuttgart unter der Leitung von Marcus Creed:

Marcus Creed
Am Maifeiertag präsentiert das Ensemble Lieder von Alma und Gustav Mahler, die von Clytus Gottwald für Chor a cappella bearbeitet wurden. Das Ensemble genießt weltweites Ansehen und wird von Dirigenten und der internationalen Presse regelmäßig für seine herausragenden Interpretationsleistungen gelobt.
Das Hilliard Ensemble ist seit Jahrzehnten im internationalen Musikleben etabliert und setzt in diesem Jahr seine regelmäßigen Besuche in Speyer anlässlich der Schwetzinger SWR Festspiele fort. Große Vielfalt des Repertoires ist ein Markenzeichen des Ensembles. Die Alte und die Neue Musik stehen gleichwertig nebeneinander. Das Programm des Festspielkonzerts umfasst Gregorianik und geistliche Werke von Carlo Gesualdo und bildet zusammen mit dem Raum des Domes ein klangliches Gesamtkunstwerk.
Nach vielen Jahren der Abstinenz wird im Rahmen der Schwetzinger SWR Festspiele wieder das grandiose Requiem von W. A. Mozart aufgeführt. Exzellente Musiker in internationaler Besetzung nutzen für das Requiem die herausragende Akustik der Speyerer Gedächtniskirche. Unter der Leitung von Jos van Immerseel spielt das Ensemble Anima Eterna auf historischen Instrumenten; das Collegium Vocale Gent und die Solisten Andrea-Lauren Brown (Sopran), Marianne Beate Kielland (Alt), Markus Schäfer (Tenor), Thomas E. Bauer (Bass) und Harry van der Kamp (Bass) verleihen dem Requiem sowie Mozarts Kantate „Wo bin ich, bitterer Schmerz?“ stimmlichen Glanz.
Für ein weiteres Konzert im Dom haben die Festspiele ein sensationelles britisches Vokalensemble gewonnen, das binnen kürzester Zeit bahnbrechende Erfolge verzeichnen konnte: Mit Neugierde, Phantasie, Sinn für Differenzierung und die expressiven Qualitäten des Texts begegnen die Sänger von Stile Antico der Musik des 16. Und 17. Jahrhunderts. Ihr Programm ist eine Auslese aus der Vokalpolyphonie des Tudor-Zeitalters.
Letzte Änderung am: 25.04.2012, 15.10 Uhr