Seit 90 Jahren sind die Donaueschinger Musiktage ein Laboratorium für neue Klänge. Wie erleben junge Besucher das Festival? Ein Filmteam hat 2011 drei junge Festivalbesucher begleitet, zwischen Inspiration und Irritation, offen über ihre Erlebnisse sprechend.
[mehr zu: Der Kick macht die Musik]
"Unglaublich. Ich war entzückt. Das wollte ich immer sehen." Bastian Zimmermann und Christoph Haffter schreiben über ihre ganz persönlichen Eindrücke von den Donaueschinger Musiktagen ...
[mehr zu: Impressionen: Vor Ort in Donaueschingen]
Zum Abschluss der Videoblogs von den Donaueschinger Musiktagen 2011 Ausschnitte aus dem Vokalkonzert: Mitglieder der Neuen Vokalsolisten Stuttgart führen unter anderem das Werk "Hoqueti. Für 6 Solo-Stimmen mit Zusatzinstrumenten zu Traum-Texten von Walter Benjamin, Theodor W. Adorno und Bert Brecht" von Sarah Nemtsov auf. Außerdem: Klangkunst von Jens Brand - "Kleine Welt Maschine (Donaueschingen)" - und Christina Kubisch - "Silent Exercises. Klangraum und Videoinstallation für die Christuskirche Donaueschingen".
Am Samstag auf den Donaueschinger Musiktagen: Vormittags Hans Thomallas und William Lamsons Multimedia-Komposition "The Brightest Form of Absence" für Stimme, Ensemble, Live-Elektronik und Videoprojektion. Am Nachmittag ein Besuch im Fischhaus im Fürstlich Fürstenbergischen Park: "Liquid Souls" von Claudia Brieske und Franziska Baumann - Installation und Vokalperformance.
Freitag - die 90. Donaueschinger Musiktage haben am Abend begonnen. Ein Blick in die Baar-Sporthalle auf die letzten Proben zu Wolfgang Rihms "Séraphin"-Symphonie und François Sarhans Multimedia-Projekt "Die Enzyklopädie des Professor Glaçon" in den Fürstenberg Sammlungen.
Vor dem Start der Musiktage 2011 gibt es Bilder vom Aufbau und den Proben zu Erwin Staches Fußball-Performance "Ball schön flach oben rein" und Rebecca Saunders Raumkomposition "Stasis". Das erste der täglichen Blogvideos von nmz Media bis zum Abschlusskonzert am Sonntag.
Raumoper in und um das Fischhaus im F.F. Schlosspark von Claudia Brieske und Franziska Baumann. Inspiriert vom Thema Wasser, seiner symbolischen und politischen Bedeutung, seiner Dynamik und Wandelbarkeit als auch seiner Extreme, entwerfen die beiden Künstlerinnen rauminstallative Stimminszenierungen und an den Klang getaktete Bildkompositionen.
Klangraum und Video von Christina Kubisch in der Christuskirche Donaueschingen. Stille ist eine zentrale Kategorie in den Arbeiten von Christina Kubisch. In ihrer dritten Arbeit für die Donaueschinger Musiktage bedient sie sich als Ausgangsmaterial verschiedener Aufnahmen des Wortes "Stille", die sie seit längerer Zeit in allen ihr zugänglichen Sprachen der Welt gesammelt hat.
Ein Besuch im Museum Biedermann beim Aufbau der Klangkunst-Installation von Jens Brand. Die Kleine Welt Maschine inszeniert den Leuchter des Spiegelsaals im Museum Biedermann als zentralen Teil einer Maschine, die verschiedene Modelle von Welt in unterschiedlicher Auflösung abspielt. Die Donaueschinger Maschine ist zugleich Werkzeug und Metapher für die Versuche, die Dinge, die uns umgeben, in einen Ablauf einzufügen, der erfassbar und interpretierbar scheint. Darin unterscheidet sich die Kleine Welt Maschine in nichts von den großen Verwandten, wie etwa dem CERN, der zur Zeit wohl größten Maschine der Welt. Der Output der Maschine ist ein Klangbild, die Mechanik eine Skulptur. Die Informationen stammen aus dem Kontext des Banalen, des Absurden und der gemessenen Wirklichkeit.