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Experimentalstudio des SWR

Das Experimentalstudio des SWR ist ein außergewöhnlicher und einzigartiger Klangkörper des Südwestrundfunks wie auch der ARD. Die künstlerische Zielsetzung besteht darin, exemplarische Aufführungen neuester Musik mit integrierten elektronischen Mitteln als Ensemble zu realisieren. Das Experimentalstudio ist eine mäzenatische Einrichtung des Südwestrundfunks. Jährlich werden mehrere Komponisten und Musiker zu einem Arbeitsstipendium eingeladen, um dann im kreativen Diskurs mit den Mitarbeitern des Studios, d.h. den Musikinformatikern, Sounddesignern, Tonmeistern und Klangregisseuren, ihre Werke mit dem speziellen Equipment des Experimentalstudios zu realisieren. Neben der Herstellung neuer Werke ist es als Klangkörper auch bei der mittlerweile weltweiten Aufführung eben dieser aktiv. Es hat sich mit mehr als 35 Jahren Präsenz im internationalen Musikbetrieb als der führende Klangkörper für ambitionierte Werke mit Live-Elektronik etabliert und konzertiert fortwährend bei nahezu allen bedeutenden Festivals wie auch etlichen renommierten Musiktheatern. Mit bedeutenden Komponisten wie Karlheinz Stockhausen, Pierre Boulez, Vinko Globokar, Paul-Heinz Dittrich, Brian Ferneyhough, Cristóbal Halffter, Klaus Huber, Luigi Nono, Emmanuel Nunes, Dieter Schnebel, Kazimierz Serocki und vielen anderen mehr arbeitete und arbeitet das Experimentalstudio seit vielen Jahren zusammen. Zu den jüngeren Produktionen im Experimentalstudio zählen Arbeiten von Beat Furrer, Chaya Czernowin, Vinko Globokar, Julio Estrada, Mark Andre, Karlheinz Stockhausen, José María Sánchez-Verdú und Johannes Maria Staud. Für seine exemplarische Arbeit und seine Produktionen wurde das Experimentalstudio mit mehreren internationalen Preisen ausgezeichnet. Nach Hans Peter Haller und André Richard übernahm 2006 Detlef Heusinger die künstlerische Leitung des Experimentalstudios.

Letzte Änderung am: 15.09.2009, 15.15 Uhr

Probe für die Komposition „limited approximations“, Konzert für sechs Klaviere im Zwölfteltonabstand und Orchester von Georg Friedrich Haas.
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