Seite vorlesen:
geboren 1948 in Amiens/Frankreich, erhielt seine musikalische Ausbildung am Conservatoire National de Musique de Paris. 1971 wurde er als Posaunist beim Orchestre Symphonique de Lyon und bei der Opéra Nouveau Lyon verpflichtet, wo er von 1975 bis 1981 Stellvertretender Musikdirektor war. 1976 holte ihn Pierre Boulez als ständigen Gastdirigenten des Ensemble Intercontemporain nach Paris. 1981 ernannte ihn Gérard Mortier zum Generalmusikdirektor des Brüsseler Théâtre de la Monnaie, wo Cambreling während seiner zehnjährigen Tätigkeit vierzig Neuinszenierungen mit Regisseuren wie Luc Bondy, Patrice Chéreau, Karl-Ernst Herrmann, Peter Mussbach und Herbert Wernicke betreute. Nach Gastspielen an der Metropolitan Opera, der Mailänder Scala und der Wiener Staatsoper feierte er 1992 mit Olivier Messiaens Saint François d’Assise in einer Inszenierung von Peter Sellars einen großen Erfolg an der Pariser Opéra Bastille. Bei den Salzburger Festspielen dirigierte Sylvain Cambreling seit 1993 Neuproduktionen. Cambreling war von 1993 bis 1997 Künstlerischer Leiter und Generalmusikdirektor der Frankfurter Oper sowie der Konzerte der Frankfurter Museumsgesellschaft. Neben seiner Tätigkeit als Operndirigent arbeitet Sylvain Cambreling auch als Konzertdirigent mit allen führenden Orchestern. Seit September 1999 ist er Chefdirigent des SWR Sinfonieorchesters Baden-Baden und Freiburg. Aufsehen erregte in jüngster Zeit u.a. die Aufführung der drei abendfüllenden Orchesterwerke von Olivier Messiaen im Rahmen von Graz 2003. Von der Zeitschrift Opernwelt wurde Sylvain Cambreling bereits zweimal zum Dirigenten des Jahres gewählt (1993/94 und 2000), und die Oper Frankfurt wurde unter seiner Leitung zum Opernhaus des Jahres 1995/96 ernannt. 2009 wurde er mit dem „ECHO Klassik“ als Dirigent des Jahres für die Einspielung der Orchesterwerke Olivier Messiaens ausgezeichnet. Außerdem ist er Träger des Europäischen Dirigentenpreises in Anerkennung seines Engagements für die Musik der Gegenwart. Seit 2002 hat er an der Johannes Gutenberg–Universität Mainz eine Gastprofessur für Dirigieren inne.
Letzte Änderung am: 15.09.2009, 15.08 Uhr