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02 Szenischer Orchester Mäander (III)

Samstag, 17. Oktober 2009

Ort:
Donauhalle B
Beginn:
19.00 Uhr

Manos Tsangaris
Batsheba. Eat The History!
Installation Opera für Schauspieler, Sänger, Chor und Orchester-Mäander U
Kompositionsauftrag des SWR

Musik, Libretto, Regie: Manos Tsangaris

Johanna Winkel, Sopran
Elvira Bill, Alt
Julian Podger, Tenor
Andreas Wolf, Bariton
Markus Boysen, Schauspiel
Anja Laïs, Schauspiel
Olga Wäscher, Schauspiel
Kate Strong, Schauspiel

SWR Sinfonieorchester Baden-Baden und Freiburg
SWR Vokalensemble Stuttgart
Elektronische Klanggestaltung: Simon Stockhausen
Leitung: Sylvain Cambreling, Denis Comtet

Martin Kammann, Szenographie
Trixy Royeck, Kostüm
Anne Kammann, Maske
Martin Kammann, Hans-Jürgen Müller, Technische Leitung
Alexandra Althoff, Dramaturgie
Boris Anifantakis, Einstudierung, Zuspielungen
Marc Günther, Catering-Konzept
n.n, Hans-Jürgen Müller, Beleuchtung
Albrecht Leu, Axel Block, Ton
Axel Block, Peer Engelbracht, Video
Gesine Palmer, Fachberatung Hebräisch
Änne-Marthe Kühn, Markus Oppenländer, Regieassistenz
Christian Hierhammer, Lukas Becker, Technische Assistenz
Mitglieder der Theater-AG des Fürstenberg-Gymnasiums
littlebit GbR: See-Hyoung Chang, Armin Leoni, Martin Schmitz, Produktionsleitung

In Kooperation mit der Staatsoper Unter den Linden Berlin
Gefördert durch die Kunststiftung NRW

Täuschung, Entfremdung, Begehren, Prothetik und Kannibalismus sind die thematischen Elemente, die Manos Tsangaris’ szenisches Orchesterprojekt für die diesjährigen Donaueschinger Musiktage bestimmen. Das Stück ordnet seine theatrale Disposition als ein Stationentheater innerhalb des Festivals an fünf Orten der Stadt Donaueschingen, das sukzessive über zwei Tage weg in Versuchsanordnungen gestaffelt ist.

„Batsheba. Eat The History!” verschaltet Orte, Musiker, Räume und zwei Stoffe. Auf der einen Seite einen historischen Stoff aus der hebräischen Bibel und auf der anderen einen zeitgenössischen aus der Feder des Komponisten. „Batsheba im Bade“ ist eine Verführungs- und Mordgeschichte um König David und Betsheba als Objekt der Begierde. „Chatroom Double“ von Tsangaris beruht auf einem realen Internetchat, in dem zwei Menschen sich über das Internet aus großer Entfernung verlieben, um am Ende in größter Nähe der Gewalt zu verfallen. Die beiden Stoffe laufen parallel und teilweise synchronisiert ab. Das doppelgesichtige Stück transponiert seinen Zwillingscharakter permanent und latent ins Innere seiner Struktur, nicht nur durch mehrfache Doppelbesetzungen, Zwillingsaufbau von Szenen- und Raumsituationen (und deren weitere Unterteilungen), sondern auch in der polyphonen Anlage unterschiedlicher Kunstformen. Die Frage nach den Genres stellt sich angesichts des erzählten Stoffes neu.

Die Handlungsstränge erzählen von den abgespaltenen Wünschen, Träumen und Identitäten ihrer Protagonisten - ein nur auf dem ersten Blick heiteres Spiel, das sogar einen Wellness-Bereich und kulinarische Genüsse für das Publikum vorsieht.

Letzte Änderung am: 15.06.2009, 12.08 Uhr