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Workshop mit dem ensemble rechercheSein und Nichts-Sein

"Nothing Integrated" heißt das Stück, das Simon Steen-Andersen im Workshop mit dem ensemble recherche entwickelt hat. Der Titel ist vieldeutig und schwer zu übersetzen. Dinge, die nichts sind und gleichzeitig doch etwas sind - damit setzt sich Steen-Andersen in seinem Stück auseinander.

Probenfoto "Nothing integrated" - Komposition von Simon Steen-Andersen

Das ist nicht so abgehoben, wie es klingt. Es geht um Löcher, geschlossene Augen und Sinustöne. Simon Steen-Andersen erklärt das "Nichts-sein":


Ein Loch enthält nichts, aber ein Bild eines Lochs ist doch etwas - das ist die Grundidee. Ein Bild in der Musik? Die Besonderheit an Steen-Andersens Komposition ist, dass auch Bilder in die Musik integriert werden. Video-Bilder sind eigentlich nichts Neues in der Neuen Musik. Oft sind die Bilder aber ein zusätzliches Element, eine weitere Ebene neben der Musik. Bei Steen-Andersens Stück sind die Video-Bilder keine Zusatzelemente, sondern ein Parameter der Musik.


Bilder als Parameter der Musik - das heißt, dass die Bilder auch von den Musikern erzeugt werden und die Kameras wie Instrumente "bespielt" werden. Die Musiker haben kleine Geräte in der Hand und filmen Körperteile und Notenblätter in Nahaufnahme. Der Einsatz der Kameras ist in der Partitur festgehalten. Wie sich Musik und Bilder ergänzen, sehen Sie hier in einem Ausschnitt aus der Generalprobe.

Probenfoto "Nothing integrated" - Komposition von Simon Steen-Andersen Workshop mit dem ensemble recherche "Nothing Integrated"

"Nothing Integrated" - die Komposition von Simon Steen-Andersen beschäftigt sich mit Dingen, die nichts sind und gleichzeitig doch etwas sind. Bei der Aufführung werden auch Live-Bilder auf eine Leinwand projiziert. [zum Video zu: "Nothing Integrated"]

Dieses besondere Projekt konnte Steen-Andersen verwirklichen, weil er im Workshop mit dem ensemble recherche arbeiten konnte. "Die Grundidee war da und hat darauf gewartet, realisiert zu werden." Das Ausprobieren, Experimentieren und Diskutieren fand der junge Däne sehr gut - und zwar als Filter: Sehr viele Ideen landeten im Papierkorb, weil sie sich in der Arbeit mit dem Ensemble als nicht realisierbar erwiesen. Die Ideen, die die Fantasie im "stillen Komponier-Stüblein" entwickelte, wurden im Workshop wieder der Wirklichkeit angepasst. "Ein Workshop muss genauso sein," sagt Simon Steen-Andersen und: "der Workshop war echter Luxus! Bisher musste ich immer selbst auf- und abbauen." In Donaueschingen machen das Mitarbeiter des Experimentalstudios Freiburg.

Dorothee Riemer

Letzte Änderung am: 20.10.2007, 19.43 Uhr

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