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Komponisten Ivan Wyschnegradsky

wurde 1893 in St. Petersburg geboren und verstarb 1979 in Paris. Er gilt als einer der Pioniere der mikrotonalen Musik. Nach einem Studium der Rechtswissenschaften studierte er von 1911 bis 1914 am Konservatorium in St. Petersburg bei Nikolai Sokolow. In dieser Zeit lernte er auch das Werk Alexander Skrijabins kennen, das ihn stark beeinflusste. Bereits in dem zwischen 1916 und 1917 komponierten Oratorium „La Journée de l’existence“ erklingt am Ende ein zwölftöniger Cluster über fünf Oktaven. Dies war der Beginn der Entwicklung eines „Klangkontinuums“, das der Komponist in den folgenden Jahrzehnten entwickelte, vor allem unter Einbezug der Mikrointervalle und ultrachromatischer Systeme. Nach der Oktoberrevolution und dem Bürgerkrieg erfolgte 1920 die Emigration nach Paris. Nachdem die Entwicklung eines Vierteltonklaviers erfolglos war, schrieb Wyschnegradsky die Kompositionen für mehrere in mikrotonalen Abständen gestimmte Klaviere um. 1937 fand damit ein erstes Konzert statt. Nach einer Schaffenskrise wurde Wyschnegradsky von Olivier Messiaen zur Weiterkomposition ermutigt und lernte dadurch dessen Schüler Pierre Boulez kennen, der sich auch an der Aufführung eines der Werke beteiligte.

Uraufführung in Donaueschingen:

Letzte Änderung am: 01.09.2010, 17.33 Uhr