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Komponisten R. Murray Schafer

R. Murray Schafer, geboren 1933 in Sarnia/ Ontario, wuchs in Toronto auf, studierte dort an der Universität und am Royal Conservatory of Music, verbrachte dann fünf Jahre in Österreich, Italien und Großbritannien mit literarisch-philosophischen Studien und entwickelte seine später publizierten Bücher über E.T.A. Hoffmann & Music, Ezra Pound & Music und British Composers in Review. 1961 kehrte er nach Kanada zurück, leitete die Ten Centuries Concert Series und lehrte seit 1965 an der Simon Fraser University, wo er zwei Arbeitsfelder entwickelte, für die er international bekannt ist: Musikerziehung und "Sondscape-Research". Als erste Zusammenfassung seiner ökologisch begründeten Klangforschungen erschien 1977 sein Buch The Tuning of the World. Schafer prägte Begriffe wie "akustisches Design", "akustische Ökologie", "Soundmark" und "Soundscape". Seine ambitionierteste Unternehmung ist das World Soundscape Project, ein Projekt, das sich mit der vergleichenden Untersuchung von Klanglandschaften beschäftigt. Das Projekt wurde 1971 ins Leben gerufen und führte zu einer Reihe von weltweiten Untersuchungen über aurale Wahrnehmung, Klang-Symbolik und Lärm-Verschmutzung. Während seiner Lehrtätigkeit und in den Jahren seither arbeitete Schafer als Komponist und entwickelte graphische Notationen, die auch in Kunstgalerien ausgestelt wurden. Sein kompositorisches Ouevre umfaßt mehr als 70 Werke und wurde mit zahlreichen Auszeichnungen und Preisen bedacht. Viele seiner Arbeiten sind akustische Environments, Klanglandschaften und dramatische Werke, die Möglichkeiten für eine größere Publikumbeteiligung eröfnen.

Werke (Auswahl)

Buchveröffentlichungen:
Creative Music Education: A Handbook for the Modern Music Teacher (1976), The Tuning of the World (1977), The Turning of the World: Toward a Theory of Soundscape Design (1980), The Thinking Ear (1986), The Soundscape: Our Sonic Environment and the Tuning of the World (1993).

Musiktheater und Multimedia-Arbeiten:
Apocalypsis I II (1977/76), Beauty and the Beast (1979), Patria (1972/74/75/81/84) ).

Orchestermusik:
Brébeuf (1961), Adieu Robert Schumann (1976), The Garden of the Heart (1980), Cortege (1981), Concerto for Flute and Orchesatra (1984), Ko Wo Kiku: Listen to the Incense (1986), Letters From Mignon (1986), Concerto For Harp (1987), außerdem Kammermusik (darunter drei Streichquartette, 1970/76/81) und Vokalmusik.

Werke der akustischen Kunst:
Vancouver Soundscape, Wolf Music, Winter Diary 1997.

Uraufführungen in Donaueschingen

Letzte Änderung am: 28.04.2008, 14.59 Uhr

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