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Karlheinz Stockhausen wurde 1928 in Mödrath bei Köln geboren und studierte zunächst Klavier und Schulmusik in Köln. 1952/53 studierte er in Paris bei Olivier Messiaen und arbeitete in Pierre Schaeffers Club dessai im dortigen Rundfunk. In den 1950er Jahren waren außerdem die Internationalen Ferienkursen für Neue Musik in Darmstadt für Stockhausen wichtiger Ort der Anregung und Auseinandersetzung; seine dort 1952 uraufgeführte Komposition Kreuzspiel war ein früher Meilenstein der seriellen Musik.
1953 begann er, mit Herbert Eimert am elektronischen Studio des NWDR in Köln zu arbeiten, wo seine rein aus Sinustonschwingungen zusammengesetzten Tonbandkompositionen Studie I und II (1953 und 1954) entstanden; von 1954 bis 1956 studierte er Phonetik und Kommunikationswissenschaft bei Werner Meyer-Eppler in Bonn. Aleatorik, Raum-, Prozess- und Formelkomposition bilden die Basis seiner weiteren Arbeiten.
In den 1960er Jahren gründete Stockhausen ein eigenes Ensemble zur Aufführung seiner Kompositionen; die Musiker reisten u.a. - anlässlich der Expo 1970 - nach Osaka, zu mehreren Aufführungen in einem eigens entworfenen Kugelauditorium. Seit 1977 gilt die gesamte Aufmerksamkeit des Komponisten seinem bühnendramatischen Werk LICHT, welches aus sieben jeweils abendfüllenden Teilen besteht. Im 1975 gegründeten Stockhausen-Verlag erschienen neben Partituren und zahlreichen CDs auch seine Texte zur Musik (10 Bde.). Stockhausen lebt in Kürten im Bergischen Land.
Letzte Änderung am: 27.03.2008, 16.07 Uhr