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1939 in Wilhelmshaven geboren, lebt in Berlin. Von 1961 bis 1969 studierte er Bildende Kunst in Bremen und in Berlin (HdK). 1974 begann er, mit fotografischen Mitteln zu arbeiten, und seit 1975 beschäftigt er sich mit Neuer Musik in Verbindung mit Bildender Kunst.
Bekannt wurde Julius um 1976 durch sporadische Foto-Körper-Aktionen wie 1979 Rückenaktion in der Galerie Giannozzo, Berlin, ferner durch endlose minimale Fotoreihen (Deichlinie, Körperhorizont) und Musik für einen kleinen weißen Raum (erste Tonbandkomposition).
1980 begann Julius mit Musikaktionen, hauptsächlich im Außenraum (Berliner Konzertreihe 1981, eine private Musikaktion in und für die Stadt Berlin), Klangobjekte, Arbeiten mit Räumen, Zeichnungen, ab 1982 folgten erste Tonbandkompositionen mit Buzzerinstrumenten und anderen elektroakustischen Elementen sowie Performances.
Seine erste große Außenklangarbeit ist Musik für dieses Gebäude und den Platz davor (1984/85 für die Fassade des Künstlerhauses Bethanien). 1987 war er mit Musik an einem Gebäude vorbei bei der documenta 8 vertreten.
In neuerer Zeit beschäftigt sich Julius mit dem Phänomen Farbe (Schwarz und Rot als abstrakte Form) und Musik, wie zum Beispiel Musik für einen fast leeren Raum (1998 im Kleihussaal des Hamburger Bahnhofs, Museum für zeitgenössische Kunst Berlin), das im selben Jahr über die Ausstellung Black Listens to Red (Piano Concerto) (Museum Mattress Factory, Pittsburgh, USA) letztlich zu der Arbeit in der Kunsthalle Fridericianum Kassel geführt hat: Piano Concerto, einer aus 225 schwarzen und roten auf koreanischem Papier gedruckten Punkten bestehenden Partitur, die von Aki Takahashi Anfang April 2001 uraufgeführt wurde.
Letzte Änderung am: 08.09.2003, 00.00 Uhr