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Ikue Mori übersiedelte 1977 von Tokyo nach New York, wo sie begann, Schlagzeug zu spielen und eine Gruppe mit Arto Lindsay und Tim Wright zu formieren: die "No Wave Band", die einen radikalen Stil von Rhythm & Noise entwickelte, der mittlerweile Kultstatus in der Rockszene besitzt. Seit 1985 verwendet Mori auch drum machines für ihre Improvisationen, mit denen sie einen ganz eigenen, sensitiven Stil kreiert hat.
In den letzten Jahren findet in den Projekten der Künstlerin auch der Laptop Einsatz, der es gestattet, die Signaltöne besser zu kontrollieren und die Soundmöglichkeiten erheblich zu erweitern. Obwohl auf der Standardsoftware basierend, gelingt es den Soundcollagen Moris, eine signifikant eigene, höchst einfühlsame Klangsprache zu entwickeln.
Neben zahlreichen Soloprojekten, wie zuletzt Labyrint", und Zusammenarbeiten mit vielen prominenten Instrumentalisten des Jazz, wie Dave Douglas, Fred Frith, Marc Ribot oder Zeena Parkins, spielt Mori seit jüngster Zeit auch in dem Trio Mephista mit der Pianistin Sylvie Courvoisier und der Schlagzeugerin Susie Ibarra. Die Kombination von klassischen Jazzinstrumenten und elektronischem Equipment macht den besonderen Reiz dieser Formation aus, die bereits auf vielen Festivals in den USA, in Europa und in Asien zu Gast war. Mit Marina Rosenfeld hat Mori bereits in dem elektronischen Trio Lappatites zusammengearbeitet, dem auch Kaffe Matthew angehört. Auch andere Elektroniker, wie Kim Gordon, DJ Olive oder Jim O'Rourke, zählen zu den regelmäßigen Partnern der japanischen Künstlerin.
Letzte Änderung am: 05.07.2011, 13.56 Uhr