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So schützen Sie ihre Kinder vor den Gefahren im Netz!
Birgit Kimmel ist pädagogische Leiterin der Jugendmedienschutz-Initiative „Klicksafe“ in Ludwigshafen und schult Eltern, die sich über die Onlineaktivitäten ihrer Kinderschlauer schlau machen wollen...

Sicherheit in sozialen Netzwerken
Wie gut kennen sich Eltern mit den Netzwerken aus, in denen sich die Kinder rumtreiben?
Die Eltern haben sehr wenig Erfahrung, was tatsächlich in diesen Netzwerken passiert und vor allem welche Probleme in diesen Netzwerken auftauchen können und in welche Richtung sie ihre Kinder aufklären sollten.
Wie können oder sollten die Eltern überhaupt kontrollieren, was die Kinder in den Netzwerken überhaupt machen?
Man sollte die Kinder erst möglichst spät in diese Netzwerke lassen. Gerade bei Facebook tummeln sich viele, die eigentlich noch gar nicht reindürfen. Facebook ist ab 13 Jahren erlaubt. Wir haben in Deutschland nur ein einziges Netzwerk, welches schon ab 11 Jahren einen Zugang ermöglicht. Das ist SchülerVZ. Diese sind sehr streng mit ihren Sicherheitsmaßnahmen. Wir haben aber die Erfahrung gemacht, dass viele Kinder schon ab acht oder neun Jahren bereits in diesen Netzwerken sind. Manchmal geben die Eltern auch die Hilfestellung bei der Erstellung eines Profils.
Was ist an elterlicher Aufsicht wichtig, wenn die Kinder älter als 13 Jahre alt sind?
In erster Linie ist es wichtig, dass man sich die Sicherheitsmaßnahmen dieser Netzwerke genau anschaut. Und hier insbesondere bei Minderjährigen einen größtmöglichen Schutz einzustellen versucht. So sollte z.B. das eigene Profil nur für Freunde zu sehen sein, also für Personen, die man auch persönlich im richtigen Leben kennt. Hier gibt es so viele detaillierte Einstellungen, bei welchen die Eltern auf jeden Fall Hilfestellungen leisten sollten. Denn das schaffen die Jugendlichen nicht alleine.
Was überrascht die Eltern, die in ihren Seminaren sitzen am meisten?
Meistens ist es so, dass die Eltern die Faszination der Netzwerke nicht verstehen. Sie können nicht nachvollziehen, was die Netzwerke so spannend für ihre Kinder macht. Ich hatte am Wochenende eine Veranstaltung, bei der die Jugendlichen diesen Eltern die vielfältigen Möglichkeiten der Netzwerke gezeigt haben. Sei es das Chatten, das Kommentieren oder das Reinstellen von Bildern oder Videos, dies erklärt die Begeisterung der Jugendlichen für solche Netzwerke.
Wie finden Eltern, die in nicht aus der Nähe von Ludwigshafen kommen, ähnlich Seminare?
Als Elternteil sollte man in der Schule nachfragen, ob solche Seminare möglich sind. In den Bundesländern sind jetzt über die Bildungsministerien Aktionen angelaufen, die es ermöglichen, dass Referenten die Schulen besuchen.
Letzte Änderung am: 16.01.2012, 13.48 Uhr