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Online-Kriminalität Sicherheit von Smartphones

So schützen Sie ihr Smartphone

Smartphones sind mehr als nur Telefon und Spielzeug, es sind kleine Computer! Um die Sicherheit der kleinen Alleskönner machen sich jedoch weniger als 40 Prozent der Nutzer Gedanken. Daniel Bachfeld von der Computerzeitschrift c't weiß, worauf Sie als Smartphone-Nutzer achten sollten.

Sicherheit bei Smartphones

Sicherheit bei Smartphones

Wie bei einem großen Computer ist es auch bei Smartphones wichtig, sich um die Sicherheits-Software zu kümmern. Das verbummeln 60 Prozent aller Smartphone-Nutzer laut einer Umfrage des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik. Erfahren Sie hier, welche Gefahren bei ungesicherten Smartphones drohen.

Was kann ich mir den einhandeln, wenn ich bei meinem Smartphone nicht auf die Sicherheit achte?

Daniel Bachfeld: Im schlimmsten Fall handelt man sich ein trojanisches Pferd ein. Ein Programm, was z. B. Daten auf meinen Gerät ausspäht und an den Verteiler dieser Malware sendet. Das können z. B. Kreditkartendaten oder auch Kontaktdaten sein, die man sich auf seinem Smartphone gespeichert hat. Diese Informationen kann ein Trojaner weiterleiten. Außerdem kann der Trojaner kostenpflichtige SMS versenden. Das ist ein Geschäftsmodell, welches in Russland sehr verbreitet ist.


Ist so ein Trojaner das Übelste, was man sich auf seinem Smartphone einhandeln kann?

Daniel Bachfeld: Theoretisch könnte der Trojaner natürlich auch das Gerät kaputtmachen. Wie das z. B. früher bei Windows und bei DOS vorkam. Die Geschäftsmodelle der Kriminellen zielen darauf ab, Geld zu verdienen. Und es liegt nicht in deren Interesse, das Gerät kaputt zu machen. Stattdessen möchte man es kontrollieren und ausspähen.


Sicherheitsupdates beim Computer sind selbstverständlich und werden mittlerweile ganz automatisch runtergeladen. Wie macht man das beim Smartphone?

Daniel Bachfeld: Beim Smartphone muss man darauf warten, dass man ein Sicherheitsupdate von seinem Hersteller angeboten bekommt. Irgendwann poppt dann eine Mittleilung auf: " Jetzt steht ein Update bereit und du kannst es jetzt installieren." Man ist in der Hand der Hersteller und muss darauf warten, dass Lücken gestopft werden und darauf hoffen, dass dies zeitnah geschieht. Für manche Modelle gibt es oftmals gar keine Updates mehr, so dass Sie auf einem unsicheren Gerät sitzen bleiben.


Es gibt aber auch kostenlose Antivirensoftware für das Handy, die man sich herunterladen kann. Taugt diese etwas?

Daniel Bachfeld: Es gibt zu wenig echte Schädlinge, als das man eine Aussage treffen kann, ob diese Antivirenprogramme für Smartphones alle Viren entdecken würden. Das Problem ist auch, dass diese Smartphone-Trojaner so schnell auftauchen und wieder verschwinden, dass die Hersteller nicht hinterherkommen, die nötigen Signaturen nachzuliefern. Momentan ist die Wahrscheinlichkeit, sich so einen Trojaner einzufangen, sehr gering. Somit benötigt man diese Virenscanner eigentlich nicht.

In Android-Märkten kann man sich einen Virus einfangen. Wenn man sich dort ständig was installiert, dann läuft man Gefahr, sich dabei was einzufangen. Man sollte nur bekannte Apps installieren, über die in Foren gesprochen wird. Dann ist auch die Wahrscheinlichkeit sehr gering, sich dabei etwas einzufangen.

Wie sonst mit dem Computer, kann man mittlerweile auch mit dem Handy Überweisungen tätigen. Viele Banken schicken dann die sogenannte TAN-Geheimzahl als SMS für die Überweisung auf das Handy. Ist das wirklich sicher?

Daniel Bachfeld: Wenn der Trojaner schon auf dem Handy ist, dann kann er auch die mTAN mitlesen. Von daher ist es nicht mehr sicher. Deshalb unterstützen z.B. solche Apps, die sich speziell auf das Onlinebanking verlegt haben, kein mTAN- oder smsTAN-Verfahren mehr. Dort muss man mit Papierlisten oder anderen Verfahren arbeiten. Bisher hat man zwei Trojaner bei Smartphones entdeckt, die Smartphones befallen und smsTANs ausspähen. Das Risiko ist jedoch auch in diesem Bereich noch sehr gering. Wenn es größer wird, wird man von uns sofort hören, wie man dann zu verfahren hat.

Letzte Änderung am: 04.10.2011, 11.27 Uhr

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