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Geschenke im Internet verkaufen Wie werd' ich ein Geschenk wieder los?

Die DVD hatten Sie sich schon selbst gekauft? Der Pullover ist so gar nicht Ihr Geschmack? Beim Schenken kann einiges danebengehen. Und neben der Enttäuschung ist dann noch die Frage: Wohin mit der missglückten Überraschung? Im Internet finden sich Antworten.

Am besten ist es natürlich, das Geschenk dort umzutauschen, wo es gekauft worden ist. Bei Ware, die online oder im Versandhandel bestellt wurde, ist das kein Problem: Sie können sie innerhalb von 14 Tagen zurücksenden und bekommen den Kaufpreis zurück.

Beim Kauf im Laden gibt es kein allgemeines Recht auf Umtausch. Normalerweise ist man dort aber in der Weihnachtszeit kulant. Aber was, wenn der Kassenzettel fehlt, der Kauf schon länger her ist oder das Sonderangebot vom Umtausch ausgeschlossen ist? Bevor die Sachen langsam, aber sicher, einen Stammplatz auf dem Dachboden oder im Keller finden, können Sie sie im Internet verkaufen oder tauschen.

Im Tausch

Mehrere Online-Portale verstehen sich als Tausch-Netzwerke, bei denen Waren gegen andere Waren eingetauscht werden können. Das funktioniert über eine virtuelle Währung. So beispielsweise bei Tauschticket: Bieten Sie hier ein Spiel oder ein Buch zum Tausch an, müssen Sie einen Tauschwert zwischen einem und fünf "Tickets" festlegen. Greift jemand zu, bekommen Sie die entsprechende Anzahl an Tickets auf ihr Tauschticket-Konto gutgeschrieben und können diese auf der Tauschbörse einlösen. Pro erhaltenem Artikel fallen 0,49 Cent Gebühren an, die Versandkosten trägt der Versender.

Ähnlich funktionieren auch Hitflip, Swapy oder Balu. Getauscht werden vor allem Bücher, Hörbücher, Musik-CDs, DVDs und Spiele.

Für Kleidung

Der Online-Flohmarkt Kleiderkreisel bietet sich für den ungeliebten Pullover oder die in falscher Größe gekaufte Seidenunterwäsche an: Dort können Kleidungsstücke, Accessoires und Selbstgemachtes verschenkt, getauscht oder verkauft werden. Das Angebot ist gebührenfrei.

Die Klassiker

Die erste Adresse für viele, die ihre Geschenke zu Geld machen wollen, ist nach wie vor das Internet-Auktionshaus Ebay. Hier bestimmt die Nachfrage den Preis und dank des großen Angebots können Sie vorher beobachten, wie viel bei ähnlichen Auktionen herauskommt. Nachteil: Meistens ist das Einstellen mit einem gewissen Aufwand verbunden, es empfiehlt sich zum Beispiel ein selbstgemachtes Foto des Artikels. Wird Ihr Artikel erfolgreich versteigert, stellt Ihnen Ebay eine Provision von neun Prozent des Verkaufspreises in Rechnung. Auch Festpreise sind möglich.

Auch beim Internet-Händler Amazon können Sie als privater Verkäufer tätig werden, allerdings muss Amazon den entsprechenden Artikel auch im Sortiment haben. Sie legen dabei einen Festpreis fest. Die Kosten variieren je nach Kategorie und Verkaufspreis - sie sind zwar im Vergleich zu den anderen Anbietern relativ hoch, dafür übernimmt Amazon aber die komplette Zahlungsabwicklung. Weiterer Vorteil: Auf den mit Abstand größten Internet-Shoppingseiten können Sie viele potentielle Käufer erreichen - laut Marktforschungsinstitut GfK hat Amazon 24,7 Millionen Kunden in Deutschland, Ebay 20,9 Millionen.

Für Tickets

Ob Karten für Udo Lindenberg, Holiday on Ice oder Formel 1: Karten für Konzert, Theater, Sportevents können Sie bei Fansale entweder zum Festpreis oder über eine Auktion verkaufen. Betreiber des Portals ist die Veranstaltungs- und Ticket-Firma CTS Eventim. Ihnen als Verkäufer entstehen keine Kosten - der Käufer zahlt Versandkosten und eine Provisionspauschale in Höhe von zehn Prozent.

Ankaufdienste

Wenn es vor allem schnell gehen und bequem sein soll, können Sie das Geschenk auch bei einem Ankaufdienst wie Rebuy oder Momox loswerden. Diese Online-Dienste haben sich auf Bücher, DVDs, CDs, (Spiele-)Software und Handys spezialisiert. Eine Anlaufstelle für elektronische Geräte sind Flip4new oder Wirkaufens. Wer dort zum Beispiel ein Handy verkaufen möchte, muss aus einer Datenbank das Modell auswählen, einige Angaben zu Zustand und Zubehör machen und bekommt dann mit einem Klick ein Angebot. Wenn man mit dem Preis einverstanden ist, trägt man Adresse und Zahlungsmethode ein und schickt das Gerät an den Online-Dienst. Er übernimmt die Versandkosten und überweist nach Überprüfung des Zustands das Geld.

Nachteil: Man bekommt in der Regel deutlich weniger, als wenn man den Artikel selbst zum Beispiel bei Ebay einstellt, denn die Händler verkaufen neuwertige Ware weiter und leben von der Spanne zwischen An- und Verkauf. Übrigens: Auch Amazon ist im Sommer 2011 in das Ankauf-Geschäft eingestiegen. Beim Amazons Trade-In kann man auf die gleiche Art Bücher und Konsolenspiele mit wenigen Klicks gegen einen Amazon.de-Gutschein eintauschen.

Kleinanzeigen

Die gute alte Kleinanzeige lebt auch im Netz. Ob über Ebay oder Verlagsangebote wie Quoka (gehört zum Vorarlberger Medienhaus) und andere: In der Regel kostet es nichts, eine Anzeige einzustellen und man kann auch größere Dinge, die man nicht verschicken kann oder will, gegen Bargeld verkaufen und abholen lassen.

Oder doch analog?

Wenn Ihnen das Tauchen oder Verkaufen im Internet zu aufwändig ist: Wie wäre es mit Weiterverschenken? Wenn Sie im Freundes- oder Bekanntenkreis niemanden kennen, dem sie mit dem Geschenk glücklich machen können, spenden Sie es doch zum Beispiel für eine Tombola für einen guten Zweck.

Autorin: Sandra Kaupmann

Quelle: SWR.de - Ratgeber

Letzte Änderung am: 28.12.2011, 10.33 Uhr

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