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...und wie man beides unter einen Hut bekommt!
Welcher Typ sind Sie? Sie fahren seit Jahren immer an den gleichen Ort, um ihre Ferien zu genießen - oder muss es jedes Jahr ein neues Reiseziel sein und Sie brauchen neue Impulse, um sich richtig zu erholen? SWR1 hat über die unterschiedlichen Urlaubsbedürfnisse mit Prof. Helmut Wachowiak, Tourismusexperte von der Internationalen Hochschule Bad Honnef, gesprochen.

Ebene von Bagan in Myanmar
Prof. Helmut Wachowiak: "Bei denjenigen, die das tun, spielt sicherlich der Stressfaktor eine große Rolle. Es ist ja letztenendes so, dass man in einer neuen Umgebung auch viel Neues entdecken kann, aber irgendwo ist es auch eine fremde Umgebung, wo man sich erst einmal orientieren muss. Und wenn man eben schon alles kennt, setzt der Erholungseffekt natürlich sehr schnell ein. Man kennt alle guten Sachen, man meidet die problematischen Sachen - insofern ist das sicherlich einer der ganz wichtigen Gründe."
Prof. Helmut Wachowiak: "Es gibt unterschiedliche Urlaubsmotive und Gründe, warum Leute ihr gewohntes Lebensumfeld verlassen. Für viele ist es ja auch durchaus erholsam Zuhause zu bleiben. Etwas Neues zu entdecken gehört zu den Urinstinkten der Menschen. Das ist im Urlaub letztendlich die Möglichkeit, dieses dann auch zu tun: Aus dem Alltag auszubrechen, neue Erfahrungen zu sammeln und Landschaften, Klimate, Kulturen und Menschen zu entdecken. Auf der anderen Seite Vertrautes vorzufinden ist sicherlich auch eine Frage des zur Ruhe kommen, vielleicht auch eine Frage der Entschleunigung, was ja auch für immer mehr Menschen in der hektischen Informations- und Kommunikationswelt eine sehr große Rolle spielt."
Prof. Helmut Wachowiak: "Das ist eine der Kernfragen. Wenn man darauf eine klare Antwort hätte, dann könnte man sicherlich sehr viele und neue Angebote aus Sicht der Reiseveranstalter und der Feriengebiete schneidern. In der letzten Zeit ist es so, dass die Ferienregionen versuchen den Gästen ein sehr breites Angebot zu bieten: Die Ferienregion als Buffet, wo dann die entsprechenden und unterschiedlichen Interessen abgedeckt werden können."
Prof. Helmut Wachowiak: "Ich mache beides. Ich versuche meinen Urlaub aufzuteilen in zwei oder drei Reisen. Eine Reise davon geht dann immer an den gleichen Ort und die andern beiden immer an einen anderen."
Letzte Änderung am: 22.07.2011, 10.48 Uhr