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Die spanischen Winzer haben's schwer. Die Landsleute zuhause trinken immer weniger: um ein Drittel ist der Verbrauch in den Bodegas in den vergangenen 20 Jahren zurückgegangen. Da müssen dann ersatzweise die Deutschen ran. Jawohl - der wichtigste Auslandsmarkt der Spanier. Und da kämpfen sie drum!
Wir testen den 2009 Vina Sardasol aus Navarra - das ist ein Brot und Butter-Wein im Fachhandel. Kostet 5,90 etwa bei Bodegas Ibericas in Mainz. Das ist die Sorte Wein, die den Spagat zwischen spanischer Tradition und internationalem Stil versucht.
Schon bei den Sorten: die nationale Edelrebe Tempranillo wird mit dem internationalen Merlot angereichert. Und statt großer Holzfässer kommt das kleine Barrique zum Einsatz. Roble steht dann da drauf, das ist spanisch für Eiche.
Holz und Vanille in der Nase, im Mund Süßholz, Lakritz und Sauerkirschbonburchaus gefällig und geht mit einer gewissen Wärme ab, ohne alkoholisch zu sein. Recht weich und obwohl er so jung ist schon reif. Spagat durchaus geglückt. Im einfachen Bereich ist es den Winzern einfach zu teuer, die Weine jahrelang im Keller reifen zu lassen, wie das der klassischen Methode entspricht.
Die Spanier verkaufen übrigens bei uns 320 Mio. Flaschen im Jahr – 4 für jeden Deutschen.
2009 Vina Sardasol aus Navarra - im Fachhandel € 5,90.
Letzte Änderung am: 19.01.2012, 09.20 Uhr