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Blue Dog Projekt zur Hundebiss-Prävention bei Kindern

Blue Dog

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Viele Kinder wünschen sich einen Hund und die Hälfte aller Familien hat auch einen. Aber weil kleine Kinder ihren Hund wie ein Plüschtür oder wie einen Spielkameraden behandeln, werden sie oft gebissen. In der Schweiz hat man das einmal gezählt und kam dabei auf 10.000 Fälle im Jahr.

In Deutschland wird das nicht viel anders aussehen. Die meisten Kinder werden tatsächlich vom eigenen Hund gebissen. Das hat die gemeinnützige Gesellschaft "Blue Dog Trust" herausgefunden.

Sie hat ein Präventionsprogramm ins Leben gerufen, das mit einer Computer-CD und einem Begleitheft Kinder zwischen drei und sechs Jahren und ihre Eltern fit machen soll. Fit für den richtigen Umgang mit dem eigenen Hund.

SWR1-Kollegin Martina Gonser hat sie sich zusammen mit Sabine Schomer und deren Tochter Jule aus Polch die CD-Rom angeschaut.

Ein Beispiel

Wenn Jule per Mouseclick das Zeichentrickkind dazu veranlasst, dem Hund das Spielzeug wegzunehmen, wird der Hund böse. Er knurrt. Und jetzt? Das Kind muss die Mutter holen. Nur sie darf dem Hund das Kinderspielzeug weg nehmen. Die 6-jährige Jule hat sofort begriffen, dass das Verhalten des Hundes wesentlich davon abhängt, wie die Zeichentrickfigur mit ihm umgeht.

Richtig Spielen mit dem Familienhund, das soll den kleinen Kindern mit der CD spielerisch beigebracht werden. Dass der Hund blau ist, hat seinen guten Grund: es sollte kein Bezug zu einer bestimmten Rasse hergestellt werden.

Das Projekt wird wissenschaftlich begleitet und hierbei hat sich nach Angaben des Blue Dog Trust gezeigt, dass die Kinder vom Blauen Hund eine ganze Menge gelernt haben.


Martina Gonser

Letzte Änderung am: 02.02.2012, 16.01 Uhr

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