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Eine echte Alternative zum Qualmstängel?
Raucher haben es heutzutage nicht besonders leicht und deshalb kommt vielen eine Alternative zur Zigarette sehr gelegen: die elektrische Zigarette. SWR1-Redakteur Dominik Bartoschek erklärt Ihnen, wie die E-Zigarette funktioniert...

Elektrische Zigarette
In den meisten Kneipen und Lokalen ist das Rauchen längst verboten, in Flugzeugen und in der Bahn sowieso. Dass es nicht besonders gesund ist, weiß ohnehin jeder Raucher. Die Alternative zur herkömmlichen Zigarette: die E-Zigarette. Sie soll nicht stinken, sie soll, so heißt es zumindest in der Werbung, sogar gesünder sein, als normale Zigaretten. Manche meinen sogar, sie könne helfen, von der Sucht loszukommen. Was ist an den Versprechungen tatsächlich dran?
Das Aussehen von E-Zigaretten variiert: einige sehen aus wie eine herkömmliche Zigarette, andere eher wie ein dicker, schwarzer Plastikkugelschreiber. Das Innere einer E-Zigarette besteht aus einem Akku und einem Verdampfer. Zusätzlich wird eine Kartusche, bestehend aus einem Mundstück und einem Flüssigkeitsbehälter, benötigt.
Diese wird mit einer Flüssigkeit, einem sogenannten Liquid, gefüllt. Das gibt es in den verschiedensten Geschmacksrichtungen zu kaufen: Tabakgeschmack, süßer Apfel, Amarena Kirsch, Tropical Orange, Pina Colada, Sweet Amaretto usw.
Durch einen Knopfdruck oder wie bei der herkömmlichen Zigarette durch Ziehen, wird der Verdampfer in Gang gesetzt. Dadurch geht das Liquid in Rauch auf und kann inhaliert werden.
Verlockend daran ist, dass beim Verdampfen, anders als beim Verbrennen, keine schädlichen Rückstände wie Teer entstehen. Außerdem riecht der Dampf nicht. Für die Anhänger der E-Zigarette ist daher klar: Das Dampfen ist zum Rauchen die gesündere Alternative.
Glatter Selbstbetrug, glaubt Martina Pötschke-Langer, Medizinerin am Deutschen Krebsforschungszentrum in Heidelberg und sagt: „Die E-Zigarette ist nicht gesund, denn sie enthält Nikotin. Außerdem ist in der E-Zigarette noch Propylenglykol drin, eine Chemikalie, die ein Frostschutz, Enteisungs- und Konservierungsmittel ist.“
Zwar gibt es auch Modelle ohne Nikotin, doch auch vor denen wird mittlerweile gewarnt, nachdem eine Studie in den USA krebserregende Substanzen nachgewiesen hat. Der Verband der E-Zigarettenhändler allerdings sagt, dieses Gutachten sei durch eine andere Untersuchung längst widerlegt.
Doch nicht nur gesundheitlich ist die E-Zigarette hoch umstritten. Es gibt auch offene rechtliche Fragen. Zum Beispiel die, ob dort gedampft werden darf, wo rauchen verboten ist. Die Bahn jedenfalls verbietet die E-Zigarette in ihren Zügen. Und in Rheinland-Pfalz fällt sie auch in Gaststätten und öffentlichen Gebäuden, zumindest derzeit noch, unter das Rauchverbot. Endgültig geklärt werden könnten diese Fragen im Juni, dann nämlich steht die E-Zigarette vermutlich auf der Tagesordnung der Gesundheitsministerkonferenz.
Letzte Änderung am: 06.01.2012, 15.40 Uhr