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Rheinland-Pfalz hat KFZ-Reifen auf ihren Gehalt an schädlichen PAKs untersucht – und ist fündig geworden. In jedem 10. Reifen finden sich die gesundheitsschädlichen polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffe. SWR-Umweltredakteurin Elke Klingenschmitt weiß, wie gefährlich diese Stoffe sind und in welchen Reifen sie stecken.
Ein PKW-Reifen gibt während seiner Nutzungsdauer ein bis zwei Kilogramm, ein LKW-Reifen sogar neun bis zwölf Kilogramm Reifengummi an die Umwelt ab.
Die erste schlechte Nachricht: Etwa neun Prozent dieser Partikel sind kleiner als zehn Mikrometer und können eingeatmet werden, und zwar von allen, die diese Luft entlang der Straßen einatmen. Für Reifen besteht ein Grenzwert in Europa von 10 mg/kg der krebserregenden PAKs.
Alle Reifen, die von der rheinland-pfälzischen Gewerbeaufsicht mit zu hohen PAK-Konzentrationen entdeckt wurden, sind chinesische No-Name Produkte. Der Dachverband der europäischen Reifen- und Gummihersteller weist aber ausdrücklich darauf hin, dass nicht alle chinesischen Reifen zu hoch mit PAks belastet sind. Alle in der EU und anderen Ländern außerhalb Chinas hergestellten Reifen sind dagegen okay, sagt der Verband.
Wenn Sie auf Nummer sicher gehen wollen, dann lassen Sie die Finger von Reifen der Marken
Aber auch dann können Sie sich und ihre Umwelt nur wenig schützen: Denn die PAK-Belastung unserer Luft durch Reifenabrieb beträgt laut Umweltbundesamt nur drei bis fünf Prozent. 95% der schädlichen PAKs sind aber in Autoabgasen, im Tabakrauch und im Rauch von Kohleöfen. Dagegen kann man sich schlecht schützen.
Elke Klingenschmitt, Redaktion Umwelt und Ernährung
Letzte Änderung am: 14.12.2011, 10.27 Uhr