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Das Thema Nachhilfe führte zu vielen Reaktionen. Auch ein Rektor einer Grund- und Hauptschule hat sich geäußert. Seine Meinung: Nachhilfe bringt nur kurzfristigen Erfolg, vernachlässigt die Stärken und senkt das Selbstvertrauen der Kinder. SWR1 Rheinland-Pfalz hat mit Richard Begon von der Hildegardis-Schule in Mettendorf bei Trier gesprochen.
"Nachhilfe ist leider Thema an jeder Schule in Rheinlandpfalz und Deutschland. Ich bin kein Freund von Nachhilfe. Ich berate die Eltern dahingehend, dass Nachhilfe abgebrochen werden sollte, wenn sie nicht zu kurzfristigem Erfolg führt. Ich bin der Meinung, dass Nachhilfe für Kinder geeignet ist, die länger krank waren und über die Nachhilfe an das Klassenniveau geführt werden können. Sonst ist es nur etwas, um Kinder schwach zu machen, weil wir sie nur darin fördern, was sie nicht gut können."
"Das ist auch immer der Anlass, weswegen Eltern zu Nachhilfeinstituten gehen. Stellen Sie sich doch mal vor, Ihr Kind schreibt 30 Fehler im Diktat und nach einem Jahr, nachdem es jedes Diktat zwischendurch auch nur mit Misserfolg zu Ende gebracht hat, schreibt es statt 30 nur noch 25 Fehler. Das Kind hat in diesem Jahr, nur das geübt, was es nicht gut kann. Das Selbstbewusstsein ist total am Boden und das führt zu immer schlechteren Leistungen in den Fächern, in denen sonst gute Leistungen erbracht wurden."
"Wenn kurzfristiger Erfolg als Erfolg angesehen wird, bin ich dafür. Ich habe nur ganz andere Erfahrungen damit gemacht. Die Kinder, die ich kennen gelernt habe, waren wirklich am Boden. So haben wir ganz vergessen, wo die Stärken des Kindes lagen."
Letzte Änderung am: 10.04.2008, 09.28 Uhr