Von Glück und guten Vorsätzen
Sendung vom Sonntag, 1.1. | 10.00 Uhr | SWR1 Rheinland-Pfalz
Weshalb sind nicht Schornsteinfeger und Glücksschweine geeignete Glücksbringer, sondern die Tugenden Gerechtigkeit, Mäßigung, Tapferkeit und Weisheit? Der Pädagoge Ernst Fritz-Schubert ist sich sicher, was uns glücklich macht. Er leitet das gemeinnützige Fritz Schubert-Institut, das Glück und Zufriedenheit des einzelnen stärken soll.
ist nicht die Ansammlung einzelner Glücksmomente, sondern heißt, auch mit Niederlagen fertig zu werden und aus ihnen zu lernen. Davon ist Ernst Fritz-Schubert überzeugt. Glück spiegelt sich für ihn in einem sinnvollen Leben wider, in dem sich der einzelne für andere einsetzt, rücksichtsvoll ist und weiß, was im Leben wirklich wichtig ist.
Ernst Fritz-Schubert hat als Schulleiter der Willy-Hellpach-Schule in Heidelberg 2007 das Schulfach "Glück" eingeführt - mit großem Erfolg. Statt Wissen soll hier Lebenskompetenz und Lebensfreude vermittelt werden. Kindern sollen nicht einfach "funktionieren", sondern lernen, Probleme kreativ zu lösen und an die eigenen Stärken zu glauben. Viele Schulen sind inzwischen Fritz-Schuberts Beispiel gefolgt und unterrichten ihre Schüler in "Glück".
Ernst Fritz-Schubert wurde 1948 in Fulda geboren. Wenn Schüler in Umfragen den Schulbesuch als schlimmer empfinden als den Besuch beim Zahnarzt, stimmt ihn das nachdenklich, er kann es aber nachvollziehen. Er selbst hat wenig positive Erinnerungen an seine Schulzeit und wurde auf Umwegen Lehrer. Außerdem ist er systemischer Therapeut und sportpsychologischer Berater der Jugendförderung des Bundesligisten 1988 Hoffenheim. 2009 gründete er das gemeinnützige Fritz Schubert-Institut zur Persönlichkeitsentwicklung.
Letzte Änderung am: 23.12.2011, 14.11 Uhr