Zwischen Punk-Rock und Kirchenchor
Sendung vom Sonntag, 1.8.2010 | 10.00 Uhr | SWR1 Rheinland-Pfalz
Sie ist schrill und sorgt für Skandale: So kennt man Nina Hagen. Doch inzwischen beschreitet die Rockröhre neue Wege: Sie hat sich taufen lassen, ihr neues Album "Personal Jesus" klingt nach Gospel und schreibt in ihrer Autobiografie "Bekenntnisse" über ihre zölibatäre Lebensweise.

Nina Hagen
Nur noch Gott sei ihr Lebens- und Liebespartner, begründet Nina Hagen ihr zölibatäres Leben. Zu ihrer Taufe im letzten Jahr erschien sie dezent in weißer Bluse und schwarzer Hose - und sie singt im Gospelchor ihrer Gemeinde in Schüttorf mit. Hat Nina Hagen nach Ufotherorien, Esoterik, Buddhismus und Hinduismus ein neues Lebenskonzept gefunden - eine "spirituelle Heimat", wie der Pastor bei der Taufe sagte? SWR1-Moderator Hanns Lohmann versucht das im "Leute"-Gespräch herauszufinden.
Schon oft hat Nina Hagen für Wirbel gesorgt: 1979 provozierte sie einen Medienskandal, als sie in einer österreichischen Diskussionsrunde verschiedene Stellungen zur weiblichen Masturbation vorführte. In "Menschen bei Maischberger" beschimpfte sie Jutta Ditfurth als "dicke Frau" und "blöde Kuh", in einer anderen Maischberger-Sendung über "Ufos, Engel, Außerirdische" schnitt sie Grimassen gegen den Physiker und Wissenschaftsjournalisten Joachim Bublath, woraufhin dieser das Studio verließ.

Hanns Lohmann und Nina Hagen
Doch Nina Hagen ist vor allem eines: eine erfolgreiche und begabte Musikerin. Dabei wurde die Tochter der Schauspielerin Eva-Maria Hagen ursprünglich ebenfalls Schauspielerin werden; ihr Antrag wurde in der DDR aber abgelehnt. 1976 wurde sie ausgewiesen, gründete ein Jahr später die "Nina Hagen"-Band und machte als Rockröhre Furore. Heute ist sie auf annähernd 500 Platten und CDs weltweit zu hören.
01. God's Radar
02. I'll Live Again
03. Personal Jesus
04. Nobody's Fault But Mine
05. Down At The Cross
06. Just A Little Talk With Jesus
07. Mean Old World
08. Help Me
09. Take Jesus With You
10. On The Battlefield
11. Run On
12. All You Fascists Bound To Lose
13. Sometimes I Ring Up Heaven
Letzte Änderung am: 22.07.2010, 12.41 Uhr
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