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Gruppenerlebnis Trend Escape-Room

Neuer Freizeitspaß für Rätselfans. Ein echter Raum. Echte Rätsel und viel Spaß im Team. Escape-Rooms sind auch in Rheinland-Pfalz immer beliebter. SWR1 Moderatorin Eva Ellermann hat es ausprobiert.

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Ich war mit meinem Sohn zum 18. Geburtstag, als Familienevent, in einem Escape-Room in Mainz. Unser Escape-Room hatte das Motto "Sherlock Holmes". Ein Spielleiter hat uns in die Rahmenhandlung eingeführt. In unserem Fall ging es um eine Fall- oder Rätselgeschichte aus der Krimiwelt von Sherlock Holmes. Danach brachte uns der Spielleiter in einen Raum, der vollgepackt war mit Gegenständen, die in irgendeiner Weise mit Sherlock Holmes in Verbindung gebracht werden konnten: alte Bücher, Schränke mit diversen Vasen, Kartenspiele, ein alter Koffer und natürlich, nicht zu vergessen, einen Regenschirm und einen Gehstock, alles im Stil des 19. Jahrhunderts in England.

Den Anfang des roten Fadens finden

Unsere Gruppe (sechs Personen) hat das zum ersten Mal gemacht. Nicht so leicht war es zunächst, erst mal den Anfang des Rätsels zu finden. Wir hatten zwar die Aufgabenstellung und eine Geschichte drum herum, aber wir wussten nicht so richtig, wie wir vorgehen sollten. Dann ging die Tür hinter uns zu. Aber keine Angst. Sie wird nicht abgeschlossen. Wer die Krise kriegt, kann auch raus. Wir hatten eine Stunde Zeit für unser Rätsel. Zwischendurch meldet sich der Spielleiter über Lautsprecher, damit man weiß, wie viel Zeit man noch hat und gibt auch Hinweise, wenn man nicht weiter kommt.

Querdenken gefordert


Die Rätsel sind nicht immer leicht, manchmal muss man etwas quer denken. Anders als man es vielleicht gewohnt ist. Bei uns ging es mit einem Kartenspiel los.

Herkunft:
Die Spielidee stammt ursprünglich aus Japan.

Verbreitung:
Der erste Escape-Room eröffnete 2013 in München. Bundesweit sind es über 200 (Stand Februar 2017). In Rheinland-Pfalz gibt es Escape Rooms in Mainz, Kaiserlautern, Trier, Koblenz, Prüm, Neuwied und Hillesheim (Eifel).

Erst haben wir versucht, es in eine bestimmte Reihenfolge zu bringen, eine bestimmte Symbolik zu entdecken. Darum ging es aber gar nicht. Es ging nur um die Zahl der Karten. Aber da muss man erst mal drauf kommen. Es geht oft um Zahlenkombinationen, die man rauskriegen muss. Mit diesem Zahlencode kann man dann zum Beispiel ein Schloss öffnen, das an einer Schranktür ist oder einen Koffer öffnen, in dem dann wieder der nächste Hinweis enthalten ist. Wir sind dann eine Weile recht zügig voran gekommen und waren schon ganz stolz auf uns, aber dann stockte es wieder irgendwo.

Das Team ist alles

Das Spannende ist, dass man wirklich als Team arbeiten muss. Jeder hat einen anderen Blickwinkel auf die Rätsel, man arbeitet gemeinsam an der Lösung und das hat uns allen sehr viel Spaß gemacht. Mein Sohn ist ein großer Knobler und fand das sehr spannend. Die Zeit ging rasend schnell rum. Wir haben es letztlich nicht geschafft, was auch nicht schlimm ist. Gerade so als Austausch mit Erwachsenen und Teenagern, da ist es ja immer ein bisschen schwierig, etwas zu finden, was alle mögen oder gemeinsam machen können, was die einen nicht uncool finden und die anderen nicht total langweilig. Das ist bei diesem Spiel wirklich super.

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Trend Escape-Room und Exit Games

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Viel Technik ist nötig um im Nebenraum die Fäden zu ziehen.

Viel Technik ist nötig um im Nebenraum die Fäden zu ziehen.

Vor dem Spiel erhalten die Teilnehmer einige Anweisungen.

Die Szenarien der verschiedenen Escape-Rooms sind vielfältig. Ob das klassische Sherlock Holmes Szenario oder der Ausbruch aus einem Gefängnis.

Escape-Rooms gibt es mittlerweile in ganz Deutschland. Der Trend der "Exit-Games" hat es nicht nur in die großen Städte, wie hier nach Hamburg, geschafft.

Es ist für jeden was dabei

Es gibt ganz unterschiedliche Escape-Räume. Wir hatten Sherlock Holmes, aber es gab zum Beispiel auch ein Rätsel, das in einem Atombunker spielt. Sogar Irrenhaus konnte man spielen, also ganz unterschiedliche Sachen. Es ist für jeden Geschmack etwas dabei. Angst zu doof für das Spiel zu sein, braucht man nicht zu haben. Einmal kriegt man Hinweise vom Spielleiter und dann hilft Erfahrung. Wenn man das zum zweiten Mal macht, weiß man schon eher, wie die Rätsel funktionieren und auf was es ankommt.

Sogar etwas für Kinder

Escape-Rooms sind auch absolut etwas für jüngere Kinder. Der Spielleiter hat uns erzählt, dass gerade Gruppen, wo jüngere Kinder dabei sind, oft schneller fertig sind, weil Kinder quer denken. Kinder sehen Sachen, wo die Erwachsenen sich den Kopf zerbrechen, wie könnte das Rätsel konstruiert sein und suchen nach gar keiner Konstruktion. Am Ende kommt man einfach wieder raus. Was ja schon mal schön ist. Flucht gelungen sozusagen. Im Nachhinein haben wir dann auch noch viel darüber geredet, wie es so gelaufen ist und eigentlich verabredet, dass wir es nochmal machen. Haben es aber noch nicht wieder gemacht, weil, es ist durchaus auch ein Preisfaktor, ist ja nicht gerade billig. Wir haben 20 € pro Person gezahlt.

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