Seite vorlesen:

Während des ersten Teils der Reise sah ich das pralle Leben:
Es gab Pflanzen, Vögel, Felsen - alles mögliche.
Es gab Sand und Hügel und Klänge.
Zuerst traf ich auf eine summende Fliege und einen wolkenlosen Himmel.
Die Hitze war heftig und der Boden ausgetrocknet, aber die Luft war erfüllt von Klängen.
Ich war auf einem namenlosen Pferd in der Wüste unterwegs.
Es tat gut, aus dem Regen rauszukommen.
In der Wüste findest du wieder zu dir selbst,
weil keiner da ist, der dir wehtut.
Nach zwei Tagen in der Wüstensonne rötete sich meine Haut.
Nach drei Tagen Spaß in der Wüste sah ich ein Flussbett.
Und die Geschichte, die es erzählte, von einem Fluss, der hier einmal geflossen ist,
machte mich ganz traurig, weil mir klar wurde, dass der jetzt tot ist.
Du siehst: Ich war tatsächlich auf einem namenlosen Pferd in der Wüste unterwegs.
Es tat gut, aus dem Regen rauszukommen.
In der Wüste findest du wieder zu dir selbst,
weil keiner da ist, der dir wehtut.
Nach neun Tagen ließ ich das Pferd laufen,
denn die Wüste war zum Meer geworden.
Es gab Pflanzen, Vögel, Felsen - alles mögliche.
Es gab Sand und Hügel und Klänge.
Das Meer ist eine Wüste, die ihr Leben unter einer perfekt getarnten Oberfläche versteckt.
Unter den Städten liegt ein Herz aus Erde,
aber die Menschen sind trotzdem lieblos.
Letzte Änderung am: 21.02.2005, 00.00 Uhr