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An einem Morgen wie aus einem Bogart-Film,
in einem Land, wo man die Zeit zurückstellen kann,
schlenderst du durch die Menge wie Peter Lorre, wenn er gerade wieder ein Verbrechen ausheckt.
Sie steigt in ihrem Seidenkleid direkt aus der Sonne heraus, und ihr Bild zerfließt wie Wasserfarbe im Regen.
Bemüh dich erst gar nicht um Erklärungen, sie wird dir nur sagen, dass sie eben da ist.
Im Jahr der Katze
Sie lässt dir keine Zeit für Fragen, sondern hakt sich gleich bei dir unter, und du folgst ihr so lange, bis du komplett die Orientierung verloren hast.
Sie führt dich zu einer Geheimtür in der blau gekachelten Mauer bei den Marktständen.
Derzeit, sagt sie, fühlt sich mein Leben an wie ein Fluss, der durch mich hindurchrauscht.
Im Jahr der Katze
Sie schaut dich ganz entspannt an, und ihre Augen glänzen wie das Mondlicht auf dem Meeresspiegel.
Sie duftet nach Weihrauch und Patschuli, und du willst wissen, was dahintersteckt.
Im Jahr der Katze
Der Morgen kommt, und du bist immer noch bei ihr, aber der Bus mit den Touristen ist längst fort.
Du hast die Rückfahrkarte weggeworfen und musst bleiben.
Einzelne Trommelschläge der vergangenen Nacht haben sich in den Rhythmus des neuen Tages hinübergerettet.
Du weißt, dass du sie eines Tages verlassen wirst, aber fürs erste bleibst du.
Im Jahr der Katze Mary MacGregor - "Torn Between Two Lovers"
Letzte Änderung am: 12.11.2008, 15.33 Uhr