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Hallo Dunkelheit, alter Freund
Da bin ich wieder
ich will mit dir reden
ich hatte eine Vision
als ich schlief
und das Bild, das sich in mein Gehirn gepflanzt hat
lebt jetzt weiter
im Klang der Stille.
In unruhigen Träumen ging ich allein
Über enge gepflasterte Starßen
Es war nass und kalt
Unter einer Straßenlaterne
zog ich meinen Kragen hoch.
Da schnitt ein Neonlicht in meine Augen,
teilte die Nacht und berührte
den Klang der Stille.
Im gleißenden Licht sah ich zehntausende von Menschen
Die redeten ohne etwas zu sagen
Die hören ohne etwas wahrzunehmen,
Sie schreiben Lieder, die niemand singt.
Und niemand wagt den Klang der Stille zu stören.
"Ihr Narren", sagte ich.
"Das Schweigen wächst wie ein Krebsgeschwür!
Hört auf meine Worte, lasst Euch etwas sagen!
Fasst meinen Arm, damit ich Euch erreichen kann!"
Doch meine Worte fielen wie lautlose Regentropfen
Und verhallten in der Stille.
Die Menschen verneigten sich und beteten den Neongott an,
den sie erschaffen hatten.
Im grellen Licht formte sich ein Zeichen als Warnung:
Die Worte der Propheten stehen an U-Bahn Wänden
und in Hauseingängen geschrieben.
Und sie flüstern im Klang der Stille.
Letzte Änderung am: 11.08.2005, 18.31 Uhr