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Ich war acht Jahre alt, als ich mit einem 10-Cent-Stück in der Hand zum Kiosk am Busbahnhof lief, um eine Zeitung für meinen Vater zu holen.
Ich saß immer auf seinem Schoß und steuerte den alten Buick, wenn wir durch die Stadt fuhren.
Er wuschelte in meinen Haaren und sagte: „Schau es dir gut an, mein Junge, das ist deine Heimatstadt.“
Anno 65 nahmen die Spannungen an meiner Highschool zu.
Es gab andauernd Kämpfe zwischen Schwarzen und Weißen, und man konnte einfach nichts machen.
Eines Samstagabends standen zwei Autos unter einer Straßenlampe, auf dem Rücksitz lag die Knarre.
Der heftige Wortwechsel ging im Kugelhagel unter.
Es waren schwere Zeiten angebrochen für meine Heimatstadt.
Heutzutage sind die Aufschriften von den Schaufenstern der Hauptstraßen verschwunden, und die Läden stehen leer – anscheinend will kein Mensch mehr herkommen.
Sie machen auch die Textilfabrik auf der anderen Seite der Bahnlinie dicht.
„Jungs, die Jobs sind weg“, sagt der Werkmeister, „und sie kommen auch nicht mehr zurück in eure Heimatstadt.“
Neulich Nachts lagen Kate und ich wach und haben darüber gesprochen, auch abzuhauen – einfach unsere Siebensachen zu packen und vielleicht nach Süden zu ziehen.
Ich bin jetzt 35, und wir haben selbst einen Jungen.
Neulich Abends setzte ich ihn hinters Steuer und sagte: „Schau dich genau um – das ist deine Heimatstadt.“
Letzte Änderung am: 27.12.2007, 11.47 Uhr