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Als George Harrison am 29. November 2001 im Alter von 58 Jahren einem Krebsleiden erlag, quollen die Nachrufe über von Formulierungen wie „der stille Beatle“. Aber war er das wirklich?
Enge Freunde wie Eric Clapton oder „Monty Python“ Michael Palin beschreiben den Lead-Gitarristen der Fab Four als temperamentvoll, dem Anarcho-Humor zugetan und – vorsichtig ausgedrückt – sinnenfroh in Bezug auf das weibliche Geschlecht. Auf der anderen Seite steht das Bild des in sich gekehrten religiösen Suchers, den sein spiritueller Weg nach Indien führte, wo er nicht nur Erleuchtung fand, sondern auch eine musikalische Tradition, die er seinerseits in den Pop-Kosmos einspeiste.
George war jünger und vielleicht deswegen nicht so vorlaut wie John und Paul. Aber mit seinen besten musikalischen Beiträgen – „Something“, „While My Guitar Gently Weeps“, „Here Comes The Sun“ – begegnete er den Genannten unbedingt auf Augenhöhe. „Here Comes The Sun“ von 1969 war der erste Welthit der Popgeschichte, bei dem ein Moog Synthesizer zum Einsatz kam – gespielt von: George Harrison.

Traveling Wilburys
Nach dem Split der Beatles fasste George schnell als Solo-Künstler Tritt, landete Hits wie „My Sweet Lord“, erfand das Prinzip des Benefiz-Konzerts („Concert for Bangla Desh“, 1972) und initiierte mit den „Travelling Wilburys“ (George plus Bob Dylan, Tom Petty, Jeff Lynne und Roy Orbison) die vielleicht letzte Allstar-Band des Classic Rock.
Letzte Änderung am: 28.11.2011, 16.14 Uhr