Das Warten hat sich gelohntRobbie Williams - "Reality killed the video star"

Drei Jahre Pause hat er sich gegönnt, seine Tablettensucht überwunden und mit Freundin Ayda Field auch endlich sein privates Glück gefunden. Robbie Williams ist zurück! Und heute erscheint sein neues Album „Reality killed the video star“. SWR1-Musikredakteurin Deborah Schamuhn hat es sich für uns schon mal angehört.

CD-Cover: Robbie  Williams - "Reality killed the video star"

CD

Titel der Reihe:
Reality killed the video star
Komponist:
Robbie Williams
Label:
EMI

Seit drei Jahren warten die Fans jetzt schon auf neue Robbie-Songs und das letzte Album „Rudebox“ war für die meisten ja ziemlich enttäuschend.

Fachkundige Unterstützung

Beim ersten Durchhören dachte ich nur: Das ist echt gut gemacht! Aber Robbie Williams hatte ja auch fachkundige Unterstützung: Trevor Horn hat das Album nämlich produziert und der ist ja nun wirklich kein Unbekannter. Der hat schon mit Tina Turner, mit Genesis oder mit den Pet Shop Boys zusammen gearbeitet. Und wie viel Trevor Horn tatsächlich mit diesem Album zu tun hat, das zeigt ja schon der Titel. „Reality killed the Videostar“ heißt das Album und das ist natürlich ein Hommage an Trevor Horns Nr.1-Hit mit den Buggles „Video killed the Radiostar“.

13 neue Songs: Alle musikalischen Facetten auf einem Album

Zum einen ist das Album mit ganz viel Orchester arrangiert, das klingt ziemlich pompös. Allerdings klingen die Songs auch sehr unterschiedlich, so als würde uns Robbie Williams auf einmal alle seine musikalischen Facetten auf einem einzigen Album zeigen wollen. Das ist dann mal rockig wie zum Beispiel bei “Do you mind”. Teilweise haben die neuen Robbie-Songs aber auch was 80er-Jahre-Dance-mäßiges, wie bei „Last days of disco“. Und dann gibt es noch diese typischen Balladen im Robbie-Stil – am besten gefällt mir da zum Beispiel „Blasphemy“. Mir gefällt ja diese letzte Facette am besten. Und als ich gesehen hab, wer diesen Song geschrieben hat, da war es mir auch klar warum. „Blasphemy“ hat Robbie Williams nämlich mit seinem alten Songschreiber Guy Chambers zusammen geschrieben und der war ja so was wie der Hitlieferanten bei seinen bisherigen Erfolgsalben.

Anspieltipp: „Morning sun“

Der Song kriecht einem irgendwie direkt ins Ohr. Und ist so ne typische Robbie-Williams-Ballade, gemischt aber mit ein bisschen spätem Beatles-Sound. Und wenn man sich dann noch an den Text wagen will: Da geht es ja um die aufgehende Sonne, die nach einer langen, dunklen Nacht wieder kommt. Und genau das würde ich mir auch für Robbie Williams wünschen, dass für ihn mit diesem Album tatsächlich die Sonne wieder aufgeht.

Titel-Liste

01. Morning Sun
02. Bodies
03. You Know Me
04. Blasphemy
05. Do You Mind
06. Last Days Of Disco
07. Somewhere
08. Deceptacon
09. Starstruck
10. Difficult For Weirdos
11. Superblind
12. Won't Do That
13. Morning Sun Reprise

Deborah Schamuhn

Letzte Änderung am: 02.11.2009, 14.36 Uhr

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