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Gerade mal 28 Minuten und 54 Sekunden braucht Ringo auf seinem neuen Album um zu zeigen, dass er mit knapp 72 Jahren unverändert für kernigen, fröhlichen, bodenständigen Rock steht. Und die kurze Gesamtspieldauer – die frühen Beatles-LPs waren auch nicht länger – verhindert die berüchtigten Füllnummern, die längere CD-Produktionen heute beinahe unvermeidlich verdünnen.
Mit so unterschiedlichen Sidemen und Co-Komponisten wie der Westcoast-Hippie-Legende Van Dyke Parks, dem Free Jazz-Bassisten Charlie Haden, „Mr. Frankenstein“ Edgar Winter, „Eurythmic“ Dave Stewart, Tom Petty-Keyboarder Benmont Tench und „Eagle“ Joe Walsh gelingt dem Ex-Beatle der Brückenschlag von der Jetztzeit zum Liverpool der frühen Tage und zurück. Weiß Gott nichts grundsätzlich Neues, aber dafür saftige, schnörkellose Unterhaltung.
Der zackige Opener „Anthem“, das verspielte „Samba“ und der rockige Rausschmeißer „Slow Down“.
01. Anthem
02. Wings
03. Think it over
04. Samba
05. Rock island line
06. Step lightly
07. Wonderful
08. In Liverpool
09. Slow Down
Letzte Änderung am: 10.02.2012, 14.10 Uhr