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Ruhig, ruhiger, Katie Melua: wer beim neuen Album der Britin auf Party oder auch nur auf lockeren Trimm-Trab setzt, ist schief gewickelt, denn hier geht’s vorwiegend sanft und gemächlich zu. Und wenn die Tachonadel doch einmal Tempo 70 erreicht, wird’s deswegen um keinen Deut lustiger.
Katies Entdecker und Langzeitförderer Mike Batt ist als Songschreiber mittlerweile (fast) aus dem Rennen, stattdessen überwiegen die Kooperationen mit dem Robbie Williams-Hitgaranten Guy Chambers. Trotzdem auch hier: überwiegend schwere Kost, kaum Ohrwürmer. Björk statt Blues, Kate Bush statt Pop, Melancholie statt Melua light.
Ist das Ganze etwa schlecht gemacht? Ganz und gar nicht. Dafür sorgt schon Produzent William Orbit, der die gedeckten bis düsteren Farben in geschmackvoll dosiertes elektrisches Licht taucht und für zeitgemäße Sounds sorgt. Weiterer Pluspunkt: die intelligenten, hintergründigen, anrührenden Texte. Nachteil: wer versteht die schon? Man sieht: ein Album, auf das man sich einlassen muss, um es genießen zu können. Dann kann es allerdings ein gewisses Suchtpotenzial entfalten – mit Langzeitfolgen.
1. I'd Love To Kill You
2. The Flood
3. A Happy Place
4. A Moment Of Madness
5. Red Balloons
6. Tiny Alien
7. No Fear Of Heights
8. The One I Love Is Gone
9. Plague Of Love
10. God On The Drums, Devil On The Bass
11. Twisted
12. The House
Letzte Änderung am: 17.05.2010, 19.56 Uhr