Seite vorlesen:
Obwohl die Australierin aus einem Haushalt stammt, wo Musik keine große Rolle spielte, bekam sie bereits mit 18 Jahren ihren ersten Plattenvertrag. Mit ihrem Charthit "Something in the Water" ist sie gerade auf Europa-Tournee und hat bei SWR1 vorbei geschaut!
Musikredakteur Thomas Tscheschner hat die Gelegenheit genutzt und sie für SWR1 in einem kurzen Interview "geblitzt"!

Brooke Faser zu Gast bei SWR1 Rheinland-Pfalz
Ich kann jetzt kein einzelnes Land hervorheben. Ich habe eine wunderbare Zeit in Europa, ich bin zum ersten Mal hier und es ist wirklich erfrischend und inspirierend. Man kann zwei Stunden mit dem Auto fahren und ist in einer völlig neuen Landschaft, einer anderen Kultur, mit anderer Sprache und anderem Essen. Für mich ist das unglaublich. Ich lebe ja in Australien - das ist zwar ein ganzer Kontinent, aber es befinden sich nur ein paar große Städte an der Küste und in der Mitte eine riesige Wüste. Es ist großartig, an einem so vielfältigen Ort wie Europa zu sein!
Mein Mann berät mich immer, weil ich einfach zu wenig Musik höre. Es gibt um mich herum so viel Lärm, alles ist so hektisch, so dass ich es sehr schätze, wenn es mal ruhig ist. Wenn ich dann aber Musik höre, dann z.B. Paul Simon. Paul Simon ist so eine Konstante, die mich immer begleitet hat. Wenn ich „Graceland“ auflege, dann macht mich das wieder ganz ausgeglichen.
Die erste Platte die mir wichtig war? Naja, ich komme aus einem Haushalt, wo Musik nicht so eine große Rolle gespielt hat. Meine Eltern hatten zwar eine kleine Plattensammlung, aber mein jüngerer Bruder hatte die Nadel vom Plattenspieler mal abgebrochen, so dass ich mir nur die Cover anschauen, die Platten aber nie hören konnte. Ich konnte nie durch die Sammlung blättern und einen Moment erleben, der mein Leben verändert hätte. So wie man das von anderen oft hört.
Das erste Album, das wichtig für mich war, kam von Paula Cole. Ich war 12, verdiente mir ein bisschen Geld durch Zeitungaustragen. Ich hatte 5 Dollar gespart und ging in einen Plattenladen, wo es ein Wühltisch mit CDs für 5 Dollar gab. Ich hatte nicht mehr Geld, also kaufte ich dieses Album. Paula Cole hat eine fantastische Stimme, das hat mir die Augen geöffnet. Bisher hatte ich nur die Musik aus dem Radio gekannt.
Mein Gitarrist ist ein riesiger Beatles-Fan, er spricht den ganzen Tag von ihnen. Ich will davon für den Rest meines Lebens nichts mehr hören, wenn ich länger mit ihm auf Tour war ! ... Nein, ein Spaß. Ich liebe die Beatles. Wenn ich mich zwischen den Rolling Stones und ihnen entscheiden müsste, sie wären meine Wahl!
Video
Wir haben beim Interview die Kamera mitlaufen lassen. Deshalb hier - ungeschnitten das komplette Interview von SWR1-Musikredakteur Thomas Tscheschner mit Brooke Fraser - natürlich auf englisch.
Letzte Änderung am: 13.09.2011, 12.28 Uhr