Navigation

Volltextsuche

Seite vorlesen:

Safer Internet-Day Schützen Sie Ihre Daten!

Im Februar ist der Safer Internet Day, der "Tag des sicheren Internets". Europaweit sollen sich Nutzer an diesem Tag mit den Sicherheitsrisiken des Internets auseinandersetzen und ihren eigenen Umgang mit dem Netz hinterfragen.

Ein Mann legt ein Schloss mit einer Kette um einen Computerbildschirm.

Sicherheit beim Surfen im Netz

Eines muss jeder wissen: Je mehr man das Internet nutzt, um so mehr Datenspuren hinterlässt man im Netz. Diese Spuren werden von professionellen Firmen und natürlich auch von Betrügern aufgespürt, die Daten über alles und jeden speichern. Die Daten werden dann zum Beispiel für personalisierte Werbung verwendet. Je mehr Informationen zu einem Namen und einer Adresse vorliegen, um so interessanter werden diese. Also sollte man sich gut überlegen, welche Daten man wo hinterlässt.

Bei der Anmeldung auf einer Internetseite muss man sich nicht immer mit dem eigenen Namen anmelden, oft reicht auch ein Pseudonym, zum Beispiel ein Spitzname. Und auch sonst sollte man bei einer Anmeldung nicht mehr preisgeben, als unbedingt nötig. Meist wird in einem Internet-Formular auch auf die freiwillige Eingabe mancher Felder hingewiesen; bei diesen sollte man genau abwägen, ob man sie ausfüllt. Internetanbieter, bei denen man kostenlose Dienste nutzen möchte, benötigen keine Anschrift. Der allzu leichtfertige Umgang mit persönlichen Informationen birgt das Risiko, dass sehr genaue Personenprofile erstellt und die Daten missbraucht werden können.

Netzfallen

Datenschutz fängt bei einem selber an, in erster Linie muss man seine Daten selber schützen. Man sollte immer darauf achten, auf welchen Seiten man gerade surft und wer welche Daten von einem will. So sollte man kostenlose Dienste des ursprünglichen Bereitstellers auch bei jedem weiteren Portal, welches diese Dienste anbietet, kostenlos und ohne Eingabe persönlicher Daten erhalten. Zum Beispiel sollte der kostenlose SWR1-Leute-Podcast nicht auf einer Seite heruntergeladen werden, bei der man persönliche Daten angeben oder sich zuerst anmelden muss.

Des weiteren ist der Virenschutz des eigenen Computers oder Laptops ganz wichtig. Antivirensoftware lässt sich einfach installieren und kostet nicht viel.

Viele nutzen das Internet mittlerweile auch über das Handy. Das Problem bei dieser Nutzung ist die oft fehlende Firewall. Diese Firewall schützt den Computer oder das Handy vor Hacker-/Virenangriffen von außen. Daher sollte man seine Bank-Überweisung möglichst über eine sichere, Firewall-geschützte Verbindung tätigen und nicht über ein unsicheres Handy.

Datensicherheit bei Facebook

Das soziale Netzwerk Facebook hat jetzt die so genannte Timeline freigeschaltet. Diese ermöglicht einen schnellen Zugriff auf alle bei Facebook vom User gespeicherten Inhalten, also auch solche, die mehrere Jahre alt sind. In diesem quasi Lebenslauf werden die persönlichen Beiträge chronologisch aufgeführt. Die Sichtbarkeit dieser Beiträge kann man über die Facebook-Einstellungen beeinflussen - was zwar etwas mühsam, aber sehr lohnenswert ist. In diesen Einstellungen kann man genau definieren, wer was sehen darf. So kann man zwischen verschiedenen Variationen wählen: ob nur für Freunde, Bekannte, Freunde von Freunden oder für alle sichtbar.

Trotzdem muss man immer wissen: Auch wenn Beiträge nicht mehr sichtbar sind: Facebook hat die Daten gespeichert, kann sie sehen und natürlich weiter in seinem Sinne verwenden. Diese Daten sind auch das Kapital des Unternehmens, denn damit verdient Facebook sein Geld. Und wenn Facebook demnächst an die Börse geht, dann spielt diese Ansammlung von Daten eine entscheidende Rolle: Je mehr Facebook über seine Mitglieder weiß, desto mehr kann es verdienen.

Johannes Schmid-Johannsen (SWR-Wirtschaftsredaktion)/tk

Letzte Änderung am: 07.02.2012, 09.40 Uhr