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Weihnachten im Fernsehen – da sind in diesem Jahr wieder die üblichen Verdächtigen beisammen: Rosamunde Pilcher, Inspector Barnaby, Helene Fischer und André Rieu. Wenn das alles nicht so ihr Geschmack ist, ziehen Sie sich doch einfach diskret zurück: Unser Weihnachtsbuchtipp lässt Sie alles vergessen.
Erzählt wird die Lebensgeschichte von Kvothe, dem berühmtesten und zugleich berüchtigsten Magier seiner Zeit, der in dem Ruf steht, Eisen in Gold verwandeln, Blitze einfangen und mit einem Lied jede Tür öffnen zu können. Kvothe ist aber auch der Verräter, der magische Geheimnisse von der Uni geklaut haben soll. Und er gilt als der Königsmörder. Ein sagenumwobener Typ also, den wir Leser zunächst nur als bescheidenen, stillen Gastwirt mit einem dunklen Geheimnis kennenlernen.

Patrick Rothfuss
Ein sympathischer Typ, mit 34 Jahren bereits Professor an der Universität von Wisconsin, der sich aber eigentlich immer noch als Student fühlt und lieber T-Shirt statt Tweed-Sakko trägt. 14 Jahre hat Patrick Rothfuss allein an dem ersten Band seiner Königsmörder-Chronik gearbeitet. Die Fortsetzung „Die Furcht des Weisen“ dauerte – Gott sei Dank – nicht annähernd so lang.
"Die Furcht des Weisen" ist intelligentes Fantasy der Extra-Klasse und weder mit Harry Potter oder Tolkiens "Herr der Ringe" zu vergleichen. Originell, poetisch, ein Buch über Mythen und Musik und – völlig unzeitgemäß – in einem sehr ruhigen Tempo erzählt. Kein Action-Roman, obwohl es ganz schön gruselig und absolut spannend zugeht.
"Die Furcht des Weisen" ist gerade frisch erschienen und damit natürlich das ultimative Weihnachtsgeschenk für alle, die den ersten Band bereits verschlungen haben. Außerdem ist es die ideale Ausrede, um an den Festtagen völlig abzutauchen. Ein Buch, das einfach Zauber in die Bude bringt.
Silke Arning
Letzte Änderung am: 21.12.2011, 11.15 Uhr