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Gefährlich für Magen und Nieren Rezeptfreie Schmerzmittel

Pharmakologen warnen vor dem allzu sorglosen Gebrauch rezeptfrei verkäuflicher Schmerztabletten. Denn auch diese Mittel, die häufig in Kombinationspräparaten gegen Erkältung stecken, können gesundheitsschädlich wirken - vor allem, wenn man sie zu lange oder in zu hoher Dosis nimmt.

Tabletten

Rezeptfrei, aber gefährlich

Wer sich mit einer Erkältung, Grippe oder Kopfschmerzen herumschlägt, greift auch schnell mal zu rezeptfreien Schmerzmitteln. Und das meist in dem Glauben, dass diese Mittel ungefährlich seien und keine schädlichen Wirkungen haben könnten. Das stimmt so aber nicht. Denn auch rezeptfrei verkäufliche Medikamente, die häufig in Kombinationspräparaten gegen Erkältung stecken, können gesundheitsschädlich wirken - vor allem, wenn man sie zu lange oder in zu hoher Dosis nimmt.

Die Nebenwirkungen

Zwei Organe sind dabei besonders betroffen: Zum einen der Magen, wobei es zu Störungen der Magenschleimhaut kommen kann, im schlimmsten Fall sogar zu Blutungen. Und zum anderen die Nieren: Es kann zu einer Hemmung der Nierenfunktion kommen. Mehrere Studien haben gezeigt, dass das Risiko von Magenblutungen und Nierenschädigungen nach vier Tagen der Einnahme dieser rezeptfreien Schmerzmittel enorm ansteigt.

Nur Kleinpackungen

Die Wirkung dieser Mittel ist ganz unterschiedlich. Paracetamol zum Beispiel ist sehr gut verträglich, doch es reicht schon die doppelte Tagesdosis - also zehn Gramm auf einmal genommen - um sich zu vergiften. Und Menschen, deren Leber bereits angegriffen ist, müssen mit Paracetamol besonders vorsichtig sein: Dann können schon vier Gramm tödlich sein. Paracetamol darf deshalb seit drei Jahren nur noch in kleinen Packungen zu zehn Gramm abgeben werden. Pharmakologen fordern jetzt, auch andere beliebte Schmerzmittel wie ASS, Ibuprofen und Diclofenac nur noch in Kleinpackungen auszugeben.

Anja Braun

Letzte Änderung am: 17.01.2012, 16.03 Uhr