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Industrie statt Bauernhof Etikettenschwindel bei Lebensmitteln

In den Regalen der Supermärkte locken zig verschiedene Milch- und Fleischprodukte. Gern greifen wir Verbraucher da zu Wurst, die laut Verpackung aus der Landmetzgerei stammt, oder zur "Land"-Milch. Solche Etiketten täuschen vor, dass die Lebensmittel aus der bäuerlichen Landwirtschaft stammen.

lebensmittelklarheit.de

Viele lassen sich von Begriffen wie "Land" oder "bäuerlich" ködern, sind sich aber durchaus bewusst, dass sie getäuscht werden. Denn dass es die heile, kleinbäuerliche Welt nicht mehr gibt und es sich bei Landwurst in der Regel um ein Industrieprodukt handelt, ist eigentlich klar.

Ähnlich verhält es sich mit den Gewürzgurken, die angeblich nur mit Liebe und Leidenschaft seit 1722 verfeinert werden. Oder mit dem Klosterkäse, der uns vorgaukeln soll, dass er von Mönchen in traditioneller Handarbeit gemacht worden ist.

Genau hinschauen!

Früchte auf der Verpackung, die aber nicht im Inhalt stecken. Man muss schon ganz genau hinschauen. Hilfe bieten auch Mitmach-Aktionen, die die Verbraucherschutzorganisation "Foodwatch" (foodwatch.de) immer wieder startet. Wer wissen will, was er wirklich isst, kann sich in Internetportalen wie "Lebensmittelklarheit" (lebensmittelklarheit.de) informieren.

Die Macht der Verbraucher kann einiges bewirken. So wurden beispielsweise die Rezepturen von Wasabi-Snacks oder Kaffee geändert - und bestimmte Tütensuppen sogar vom Markt genommen.

Sabine Schütze/eh

Letzte Änderung am: 01.02.2012, 13.08 Uhr