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„Es ist peinlich, wie wenig ich über Baseball weiß. Ich bin überrascht, dass sie mich diesen Film überhaupt drehen ließen.“ Das gestand Brad Pitt der Zeitschrift "Sports Illustrated". Immerhin spielt der Hollywoodstar den Manager einer Baseball-Mannschaft im Sportlerdrama „Die Kunst zu gewinnen – Moneyball“, das auf Tatsachen beruht. Damit könnte Brad Pitt Ende des Monats gleich zwei Oscars gewinnen: Als Hauptdarsteller und als Produzent des besten Films.
Baseball Manager Billy Beane hat’s nicht leicht. Seine Mannschaft, die „Oakland Athletics“ steht kurz vor dem Bankrott, reiche Vereine werben die letzten Stars ab. Doch Billy Beane will nicht aufgeben. Zusammen mit dem jungen Peter, einem Yale-Absolventen in Wirtschaftswissenschaften, sucht er überall in den USA mit einer neuen Strategie nach bezahlbaren Spielern.
Billy und Peter vertrauen einzig und allein auf die Statistik, gelungene Würfe, erfolgreiche Runs – nicht aufs Bauchgefühl oder Image. So entsteht am Computer eine preisgünstige Mannschaft ohne Stars, die aus einer ungewöhnlichen Mischung von Einzelspielern besteht. Beane setzt sich gegen erfahrene Talentsucher und sogar den Trainer durch und beweist langen Atem, bevor seine Rechnung endgültig aufgeht.
Die spannende Geschichte, die auf Tatsachen beruht, funktioniert über die Figur des Managers. Der aufrechte Mann geht furchtlos gegen alle Widerstände seinen Weg, aber ist trotzdem kein gewinnender Heldentyp. Brad Pitt gibt der Figur des zähen Billy Beane Kontur und ein hübsches Gesicht. Das war es dann auch mit süßlichem Hollywood-Glamour: Denn Regisseur Bennett Miller setzt auf Realitätsnähe: er zeigt verschwitzte Spieler und alternde Berater in düsteren Stadien-Katakomben, in schlecht ausgeleuchteten Büros und Umkleidekabinen.
Der Film ist gespickt mit Spielzügen, Trainingsszenen und gängigen Fachbegriffen. Brad Pitt ist mit der Rolle zwar für einen Oscar nominiert, aber die Sportart Baseball spielt mindestens die zweite Hauptrolle.
Andrea Burtz
Letzte Änderung am: 01.02.2012, 11.44 Uhr