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Verschneiter Außenspiegel eines Autos

Was man im Notfall im Auto haben sollte Winter-Notfall-Package

Mit dem Auto im Schnee festzustecken ist keine angenehme Situation und kann auch schnell gefährlich werden. Der Verkehrsexperte Johannes Hübner vom Automobilclub von Deutschland gibt Tipps, was man am besten während der Fahrt als Winter-Notfall-Package dabeihaben sollte.

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Mit dem Auto im Schnee festzustecken ist keine angenehme Situation, auch die nächsten Toiletten sind oft außerhalb der Reichweite. Was macht man dann am besten?

Als Mann kann man sich notfalls auch hinter einen Baum stellen, aber für Frauen ist das schwieriger. Deshalb ist ein viertüriges Auto von Vorteil, da man sich schnell einen kleinen Schutzraum schaffen kann, indem man die vordere und die hintere Beifahrertür öffnet. Dort kann man wenigstens die Notdurft verrichten.

Der Klassiker - eine Decke muss an Bord sein?

Natürlich! Mittlerweile sind wir von dem Komfort unserer Autos so verwöhnt, dass man schnell einmal vergisst den Mantel, die Mütze oder Handschuhe mitzunehmen. Für den Fall der Fälle sollte man wissen, dass im Verbandskasten eine Rettungsdecke ist. Mit der silbernen Beschichtung zu sich gedreht, wickelt man sich in diese ein und sammelt so seine eigene Körperwärme um sich zu wärmen. Auch ein sehr wichtiger Trick ist es, immer ein Feuerzeug und ein Taschenmesser in der Tasche zu haben.

Wofür sind Taschenmesser und Feuerzeug gedacht?

Wir haben bereits erlebt, dass es auch im zivilisierten Deutschland vier bis fünf Stunden dauern kann, bis Rettungskräfte über die vereisten Straßen und Nebenwege zu einem gelangen können. Sitzt man fest und hat das Auto nicht mehr als Wärmequelle, kann man im Notfall Zeitungen oder ähnliches anzünden und neben dem Fahrzeug ein kleines Feuer entfachen. Zur Lebenserhaltung ist ein solches Feuer erlaubt. Schon eine halbe Stunde bei minus fünf Grad sind für dünn angezogenen Menschen lebensbedrohlich.

Aber was macht man mit dem Auto?

Das Auto ist sehr kälteempfindlich. Die Batterie hat bei tiefen Temperaturen oft nur noch die Hälfte ihrer Kapazität. Daher heißt es als erstes alle Beleuchtungen ausschalten, jegliche Extras ausschalten und nur die Warnblinkanlage anschalten. Diese ist besser zu sehen, wenn sonst kein Licht brennt und die Batterie hält viermal so lange. Ist der Tank mehr als ein Viertel voll, kann man den Motor über Nacht laufen lassen und die Insassen zu wärmen. Ansonsten nur alle Viertelstunde für fünf Minuten den Motor laufen lassen und wieder ausschalten - so kommt man hoffentlich durch die Nacht.

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