Ensemble:
Genesis:
Peter Gabriel (voc, fl)
Steve Hackett (g)
Tony Banks (keyb)
Michael Rutherford (b, acg)
Phil Collins (dr, perc, vib)
Komponist:
Genesis
Erschienen:
1974
Der Grundstein für Genesis wurde 1965 auf der exklusiven Privatschule "Charterhouse" gelegt: da spielten Anthony Phillips, Mike Rutherford, Tony Banks und Peter Gabriel in einer Schulband. Ihr erstes Demoband schickten sie 1966 an einen ehemaligen Schüler, der inzwischen für Decca arbeitete. Der war so begeistert, dass er weitere Demos finanzierte und ihnen ihren Namen verpasste: Genesis.
Im Laufe der Zeit gab es noch mehrere personelle Veränderungen: Drummer Chris Stewart verließ die Band und wurde durch John Silver ersetzt. John Silver ging, für ihn kam John Mayhew, für den wiederum 1970 Phil Collins einstieg. Auch Urgestein Anthony Phillips stieg aus, Steve Hackett kam dazu.
Große Erfolge mit ihren Singles und Alben blieben ihnen versagt, so konzentrierten sie sich auf ihre Konzerte, in denen vor allem Gabriel durch seine verrückte Kostümierung (um sein großes Lampenfieber zu überspielen) auffiel. Durch die Live-Auftritte konnten sie sich einen kleinen aber treuen Fan-Stamm erarbeiten. Den ersten kommerziellen Erfolg hatten sie mit ihrem Album "Foxtrot", das bis auf Platz 12 in der britischen Album-Hitparade kletterte. Dies war dann auch der Auftakt zu einer langen, erfolgreichen Karriere. 1975 wurde die Stimmung bei den Fans durch den Weggang von Gabriel getrübt, denn keiner traute Collins die Rolle des Frontmanns zu. Allen Unkenrufen zum Trotz fungierte Collins als Schlagzeuger und Sänger und konnte diese Rolle perfekt ausfüllen. 1977 verließ Hackett dann die Band und die übrigen machten als Trio weiter.
Große Hits wurden die Titel "I know what I like", "Follow you, follow me", "That's all", "Invisible touch", "Land of confusion" "Tonight, tonight, tonight" und in den neunziger Jahren: "No son of mine" und "I can't dance" dazu.
Für einen weiteren Schock unter der Genesis-Fangemeinde sorgte dann Phil Collins, als er 1996 verkündete, er werde Genesis verlassen und sich seiner Solokarriere widmen. Banks und Rutherford verpflichteten dann den ehemaligen Sänger von Stiltskin, Ray Wilson, um Collins zu ersetzen.
Ein echter Hit ist seither ausgeblieben; ein Achtungserfolg wurde "Shipwrecked" (1997).2007 begaben sich Collins, Rutherford und Banks noch einmal gemeinsam auf die Bühne für die "Turn it on again-Tour", benannt nach dem gleichnamigen Album, das 1999 mit den größten Genesis-Hits erschienen war.